St. Oswald, Mühlviertel, 3. Mai 2026 Kriegsrelikt explodiert bei Lagerfeuer im Mühlviertel Fünf Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren wurden am Abend des 3. Mai 2026 bei der Explosion eines Kriegsrelikts an einem Lagerfeuer im oberösterreichischen Mühlviertel verletzt.

Explosion bei Jugendgruppen-Lagerfeuer

Die vier Mädchen und der Bursche aus dem Bezirk Vöcklabruck hatten sich mit ihrer Jugendgruppe in St. Oswald im Bezirk Freistadt versammelt, als es gegen 20.00 Uhr zu der plötzlichen Explosion kam. Laut mehreren Quellen befand sich das Kriegsrelikt unbemerkt unter der Feuerstelle. Die genauen Umstände, wie das explosive Objekt in die Nähe des Lagerfeuers gelangte, sind noch unklar.

Die Kinder wurden mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrads ins Krankenhaus gebracht. Die Jugendgruppe hatte sich offenbar zu einer abendlichen Aktivität im Freien getroffen, als der Unfall passierte. Die Region im Mühlviertel ist bekannt für ihre ländliche Struktur und wird häufig für solche Gruppenveranstaltungen genutzt.

Kriegsrelikte als unterschätzte Gefahr

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die bislang wenig beachtete Gefahr durch explosive Hinterlassenschaften aus vergangenen Konflikten. Obwohl Österreich seit Jahrzehnten als friedliches Land gilt, finden sich insbesondere in ländlichen Gebieten immer wieder Relikte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Experten weisen darauf hin, dass solche Funde besonders in Waldgebieten oder auf ungenutzten Flächen auftreten können. Die genaue Art des Kriegsrelikts, das die Explosion verursachte, ist noch nicht bekannt. Die Behörden haben die Stelle abgesperrt und untersuchen den Vorfall.