Zverev Wimbledon dritte Runde 2026: Sieg über Royer
London, 02 Juli 2026
Keith Allison from Hanover, MD, USA / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0
Kurzfassung
Alexander Zverev hat bei Wimbledon in der zweiten Runde den Franzosen Valentin Royer klar mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:2) besiegt und steht damit in der dritten Runde. Der French-Open-Sieger benötigte 2:04 Stunden und trifft am Samstag auf den US-Amerikaner Marcos Giron.
London, 02 Juli 2026
Der Hamburger Tennisprofi Alexander Zverev hat am Donnerstag in der zweiten Runde von Wimbledon den Franzosen Valentin Royer 6:1, 6:3, 7:6 (7:2) besiegt und ist damit ohne großen Kraftaufwand in die dritte Runde des Grand-Slam-Turniers eingezogen.
Das Match auf dem Court 1 des All England Clubs, dem zweitgrößten Platz der Anlage, fand bei strahlendem Sonnenschein in London statt. Zverev, an Position zwei gesetzt, dominierte die Partie von Beginn an und entschied den ersten Durchgang bereits nach 32 Minuten mit einem Returnwinner für sich. Dabei gelang ihm im ersten Satz gleich dreimal ein Break gegen den Aufschlag des Franzosen.
Nach einem frühen 0:1-Rückpunkt legte Zverev eine beeindruckende Serie von neun gewonnenen Spielen in Folge hin und baute seine Führung damit deutlich aus. „Für zweieinhalb Sätze habe ich beinahe ein perfektes Match gespielt. Dann habe ich ein bisschen die Konzentration verloren. Ich bin froh, dass ich nicht noch einen Satz spielen musste“, sagte der 29-Jährige nach dem Spiel in der Siegerpressekonferenz.
Im dritten Satz schlichen sich bei Zverev zunehmend einfache Fehler ein, sodass Royer noch einmal zurück in die Partie fand. Beim Stand von 6:6 behielt der Deutsche jedoch im Tiebreak die Nerven und gewann diesen klar mit 7:2. Nach 2 Stunden und 4 Minuten verwertete Zverev seinen dritten Matchball und machte den Sieg perfekt.
Dominanz in den ersten beiden Sätzen
„Dann habe ich ein bisschen den Fokus verloren. Er hat es gut genutzt“, analysierte Zverev die kurze Schwächephase. „Ich bin froh, dass ich in drei Sätzen durch bin.“ Für den Hamburger war es der insgesamt 50. Turniersieg auf Rasen und sein siebter Einzug in die dritte Runde von Wimbledon.
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben betonte Zverev, dass er zunehmend auf ein effizientes Spielen achte: „Ich komme in ein Alter, wo du Energie sparen musst und es gibt dir auch Selbstvertrauen. Für die Fortdauer des Turniers sei ein glatter Sieg kein Nachteil.“ Die klare Dreisatzniederlage sei daher genau das, was er gebraucht habe, um mit frischen Kräften in die nächste Runde zu gehen.
In der dritten Runde trifft Zverev am Samstag auf den US-Amerikaner Marcos Giron. Der 75-jährige Weltranglistenerste? Nein, Royer belegt aktuell Platz 75 der ATP-Weltrangliste, während Giron durch ein 7:6 (7:5), 6:3, 6:4 über den Franzosen Quentin Halys in die nächste Runde einzog. Zverev führt den direkten Vergleich gegen Giron mit 4:0 Siegen an und hatte ihn bereits vor zwei Jahren in der zweiten Wimbledon-Runde bezwungen.
Kurze Schwächephase im dritten Satz
„Aber wenn ich so weiterspiele, denke ich, dass es dieses Jahr passieren kann“, sagte Zverev mit Blick auf das Erreichen des Achtelfinales. Bisher hat es der Hamburger noch nie über das Achtelfinale im All England Tennis Club geschafft – eine Bilanz, die er in diesem Jahr durchbrechen will.
Der erste Durchgang verlief aus Sicht des Franzosen denkbar ungünstig. Royer, der zuletzt bei den French Open immerhin einen Satz gegen Novak Djokovic gewonnen hatte, fand gegen den druckvoll aufspielenden Zverev kaum ein Mittel. „jemand, der die große Bühne relativ gern hat“, hatte Zverev im Vorfeld über seinen Gegner gesagt.
Giron als nächster Gegner
Für Zverev ist der Erfolg gegen Royer der Auftakt zu einer intensiven Rasensaison. Der French-Open-Sieger, der im vergangenen Jahr das Finale der Australian Open erreichte und 2021 in Tokio die olympische Goldmedaille gewann, hatte seine erste Runde in Wimbledon noch etwas mühsam gestaltet. Gegen den Belgier Alexander Blockx hatte er einen Satz abgegeben und drei Tiebreaks absolvieren müssen.
Auch anderegesetzte Spieler kamen am Donnerstag ohne Satzverlust weiter. Der an Nummer fünf gesetzte Australier Alex de Minaur zog ebenfalls souverän in die Runde der letzten 32 ein. Bei den Damen überzeugten die Weltranglistenerste? Bei den Damen überzeugten die Wimbledon-Titelverteidigerin Iga Świątek und die Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova. Świątek schlug die ehemalige Weltranglistenerste Karolína Plíšková glatt mit 6:1, 6:3 und gab im gesamten Turnierverlauf bislang nur vier Games ab.
Anisimova setzte sich gegen Sofia Kenin in einem langen dritten Tiebreak durch und steht ebenfalls in der dritten Runde. Im Vorjahresfinale hatte die US-Amerikanerin gegen Świątek allerdings noch 0:6, 0:6 verloren. Zudem erreichte die ukrainische Paris-Halbfinalistin Marta Kostyuk durch ein 6:7 (5), 6:3, 6:3 gegen Anna Blinkova die nächste Runde.
Struff zieht nach Fünf-Satz-Krimi nach
Aus deutscher Sicht gibt es zudem positive Nachrichten von Jan-Lennard Struff. Der gebürtige Warsteiner setzte sich am Donnerstag in einem Fünf-Satz-Marathon gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima mit 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7) durch. Die Partie war am Vortag beim Stand von 2:2 nach Sätzen unterbrochen worden und dauerte insgesamt 2 Stunden und 2 Minuten. Struff schlug dabei 45 Asse, Nakashima gelangen 41 direkte Aufschlaggewinne.
Mit diesem Sieg egalisierte Struff seine bisher beste Wimbledon-Leistung und trifft am Freitag im Kampf um den Achtelfinaleinzug auf den russischen Top-Ten-Spieler Daniil Medvedev. Auch Struff spielt damit wie Zverev um den Einzug in die Runde der besten 16.
Insgesamt zeigt die Bilanz der gesetzten Spieler am Donnerstag ein klares Bild: Die Favoriten setzten sich weitgehend souverän durch. Während Zverev in nur drei Sätzen sein Ticket für die nächste Runne löste, mussten andere Spitzenspieler größere Anstrengungen auf sich nehmen, um im Turnier zu bleiben. Zverev selbst sprach von einem „kraftsparend“ geführten Match, das ihm Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gebe.
Damen-Turnier: Świątek und Anisimova weiter
Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde Zverev auch nach seiner generellen Verfassung befragt. Der Hamburger erklärte, dass er nach dem Titelgewinn in Paris, der als „Paris-Sieger“ tituliert wird, mit viel Selbstvertrauen nach London gereist sei. Die Anlage von Wimbledon und die besonderen Bedingungen des Rasenturniers seien für ihn stets eine besondere Herausforderung, die er in diesem Jahr aber gut meistern wolle.
Mit Blick auf das gesamte Turnier bleibt abzuwarten, ob Zverev tatsächlich erstmals in seiner Karriere das Achtelfinale von Wimbledon erreichen kann. Die Auslosung scheint ihm dabei entgegenzukommen: Mit Giron wartet am Samstag ein Spieler, gegen den er eine makellose Bilanz von 4:0 Siegen vorweisen kann. Sollte Zverev auch diese Hürde nehmen, würden die Aufgaben in der Folgewoche deutlich schwerer werden.
Das Wetter in London spielte am Donnerstag eine wichtige Rolle für den Spielverlauf. Bei strahlendem Sonnenschein und trockenen Platzbedingungen kamen die Spieler mit Aufschlag gut zurecht, was die hohe Zahl an Assen sowohl bei Struff als auch bei Nakashima erklärt. Zverev selbst nutzte die Bedingungen mit druckvollen Returns und aggressivem Spiel von der Grundlinie.
Ausblick auf das Wochenende
Insgesamt verlief der zweite Turniertag aus deutscher Sicht erfolgreich. Mit Zverev und Struff stehen zwei Spieler aus Deutschland in der dritten Runde von Wimbledon und haben die Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Besonders für Struff, der bereits auf Weltranglistenpositionen jenseits der Top 50 steht, wäre ein Erfolg gegen Medvedev eine große Überraschung.
Die nächste Wimbledon-Etappe beginnt am Freitag mit den verbleibenden Matches der zweiten Runde und wird am Samstag mit den Partien der dritten Runde fortgesetzt. Zverev trifft dann auf Giron, während Struff am Freitag bereits gegen Medvedev antreten muss. Beide deutschen Profis haben die Möglichkeit, mit guten Leistungen in das Turnier der besten 16 vorzustoßen.
Fragen & Antworten
Gegen wen hat Alexander Zverev in der zweiten Runde von Wimbledon gewonnen?
Zverev besiegte den Franzosen Valentin Royer mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:2) und zog damit in die dritte Runde des Turniers ein.
Wer ist der nächste Gegner von Zverev in Wimbledon?
In der dritten Runde trifft der an Nummer zwei gesetzte Zverev am Samstag auf den US-Amerikaner Marcos Giron, gegen den er eine makellose Bilanz von 4:0 Siegen vorweisen kann.
Wie weit ist Zverev bisher bei Wimbledon gekommen?
Der Hamburger hat es bisher noch nie über das Achtelfinale im All England Tennis Club geschafft und hofft in diesem Jahr auf eine bessere Platzierung.
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