Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag einem Vorstoss zugestimmt, der ein Kopftuchverbot an den Schulen im Kanton Zürich vorsieht, und löst damit eine breite politische Debatte aus.

Ausgangslage

Die Initiative, die von der SVP eingebracht wurde, sieht vor, dass Schülerinnen künftig kein Kopftuch mehr in der Schule tragen dürfen. Im Kantonsrat fand der Vorschlag eine knappe Mehrheit. Die Befürworter argumentieren mit staatlicher Neutralität und der Integration in der Schule, die Gegner sehen darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit.

Die Diskussion war im Vorfeld von einer langen Debatte begleitet, in der die SVP, FDP und weitere bürgerliche Kreise für das Verbot warben, während SP, Grüne, GLP und EVP Bedenken anmeldeten. Vertreterinnen und Vertreter der linken Parteien warnten vor einer Stigmatisierung muslimischer Schülerinnen und verwiesen auf die Verhältnismässigkeit solcher Eingriffe.