In einer Volksabstimmung am Sonntag haben die Schweizer Stimmberechtigten die Initiative der rechtskonservativen SVP für eine starre Bevölkerungsobergrenze von zehn Millionen Menschen mit etwa 55 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

Hintergrund der Initiative

Die SVP hatte mit ihrer sogenannten «Nachhaltigkeitsinitiative» verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz vor 2050 unter zehn Millionen bleibt. Nach dem Scheitern des Vorstoßes in der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag zeichnete sich nach ersten Hochrechnungen ein klares Nein ab. Wie der Schweizer Rundfunk SRF am späteren Nachmittag unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut Gfs.bern berichtete, votierten rund 55 Prozent der stark mobilisierten Stimmberechtigten gegen die Initiative, während etwa 45 Prozent zustimmten. Der Ausgang fiel damit etwas deutlicher aus als von vielen Beobachtern erwartet.