Zollbedienstete haben am Flughafen Wien nicht ordnungsgemäß angemeldete Haifischknorpel sichergestellt, die aus China in die EU eingeführt werden sollten.

Der Fund wurde nach Angaben der Behörden im sogenannten Grünkanal des Flughafens Wien gemacht, den Reisende passieren, wenn sie keine zollpflichtigen oder anzumeldenden Waren mitführen. Die Beamten stellten dabei Haifischknorpel fest, die nicht ordnungsgemäß deklariert waren.

Wie das Finanzministerium mitteilte, leiteten die Zollbediensteten daraufhin die notwendigen weiteren Schritte ein. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob gegen geltende Bestimmungen zum Artenschutz und zum Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten verstoßen wurde.

Hintergrund: Schutzregeln für Hai-Erzeugnisse

Hintergrund: Haie und ihre Erzeugnisse unterliegen internationalen Schutzregelungen, etwa dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES). Auch die Europäische Union hat entsprechende Einfuhrbestimmungen, die am Außengrenzzoll konsequent geprüft werden.

Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) äußerte sich zu dem Fund und betonte die übergreifende Bedeutung der Zollarbeit. Wörtlich wurde sie mit den Worten zitiert: „Dieser Fall zeigt, dass die Arbeit des Zolls auch für den internationalen Artenschutz von großer Bedeutung ist“.