Zahl der Toten nach Pub-Brand in Bangkok steigt auf 32 – Ermittler finden schwere Sicherheitsmängel
Bangkok, 14. Juli 2026
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Kurzfassung
Nach dem verheerenden Feuer in einem Pub in Bangkok ist die Zahl der Toten nach Angaben der "Bangkok Post" auf 32 gestiegen. Ermittler fanden blockierte Notausgänge, fehlende Türgriffe und Hinweise auf mögliche unerlaubte Umbauten.
Beim Brand eines Pubs im Bangkoker Stadtteil Chatuchak sind nach Angaben der "Bangkok Post" mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen; die thailändischen Behörden sprechen von 30 Toten, mehr als 70 Menschen wurden verletzt.
Ausgangslage: Brand in belebtem Stadtteil
Das Feuer war am späten Sonntagabend plötzlich ausgebrochen, als gerade eine Live-Band in dem Pub Rong Beer Na Ladprao spielte. Das Lokal liegt im Stadtteil Chatuchak, den auch viele Thailand-Touristen wegen seines bekannten Wochenendmarktes besuchen. Die Flammen breiteten sich nach Behördenangaben rasch aus, weil im Gebäude und bei der Inneneinrichtung keine feuerhemmenden Materialien verwendet worden seien.
Während die Rettungskräfte noch im Einsatz waren, stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Zeitung Bangkok Post auf 32. Andere thailändische Medien sprachen unter Berufung auf die Behörden von 30 Toten. Die Angaben zu der Anzahl Todesopfer differieren, die «Bangkok Post» berichtete zuletzt von 32 Opfern, andere thailändische Medien berichten von 30 Toten, unter Berufung auf Angaben der Behörden. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, rund 20 davon schwer.
Nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch einen Kurzschluss an einer Klimaanlage über der Decke ausgelöst worden sein. Bestätigt ist die Brandursache jedoch noch nicht. Die Ermittler vermuten, dass dichter Rauch und der Stromausfall den Menschen die Orientierung nahmen.
Mögliche Brandursache im Visier
Bereits in den ersten Stunden nach dem Unglück richtete sich der Verdacht der Ermittler auf die Sicherheitsausstattung des Lokals. Nach Angaben der Polizei verfügte das Lokal zwar über zwei Eingänge an der Vorderseite und zwei Ausgänge im hinteren Bereich. In der Praxis stellte sich die Lage jedoch als deutlich gefährlicher heraus.
Blockierte Fluchtwege und fehlende Notausgänge
Einer der Ausgänge sei jedoch durch einen Verkaufsstand versperrt gewesen. Nach Angaben des thailändischen Innenministeriums war ein Fluchtweg an der Rückseite des Lokals durch einen Süßwarenstand block. Ein weiterer habe keinen Türgriff gehabt und sei zusätzlich durch Regale blockiert worden, so dass nur ein schmaler Durchgang geblieben sei, zitierte die "Bangkok Post" Kittharath Punpetch.
Ein weiterer Notausgang war zudem mit einem Schild "Nicht öffnen (nur für Personal)" gekennzeichnet, was flüchtende Gäste offenbar zusätzlich verwirrte. Zahlreiche Gäste flüchteten daraufhin fatalerweise in den hinteren Teil des Gebäudes, in die Nähe der Toiletten – fanden dort aber kein Entkommen.
Die Polizei untersucht zudem Berichte, wonach Mitarbeiter Ausgänge verschlossen haben sollen, um zu verhindern, dass Gäste das Lokal verlassen, ohne ihre Rechnung zu bezahlen. Dafür gibt es bisher jedoch keine Bestätigung. Die Behörden prüfen außerdem, ob das Lokal überhaupt rechtmäßig als Vergnügungsstätte betrieben wurde.
Genehmigungen und unerlaubte Umbauten
Nach ersten Erkennenntnissen lag lediglich eine Genehmigung als Restaurant mit Live-Musik vor. Zudem untersuchen die Ermittler, ob unerlaubte Umbauten vorgenommen wurden…und ob Versäumnisse bei Genehmigungen oder Kontrollen zu der Katastrophe beigetragen haben.
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Frage, wie Vergnügungslokale in der thailändischen Hauptstadt kontrolliert werden. Nach Behördenangaben verfügte das Pub nur über eine Genehmigung als Restaurant mit Live-Musik, nicht jedoch als Diskothek oder Nachtclub. Welche Art von Betrieb tatsächlich stattgefunden hat, ist nun Teil der Ermittlungen.
Auch die Bauaufsicht steht im Fokus. Die Ermittler prüfen, ob Umbauten an dem Gebäude ohne Genehmigung erfolgt sind. Hinweise auf eine fehlende oder unzureichende Brandschutzabnahme sollen laut Polizei ebenfalls untersucht werden.
Kittharath Punpetch erklärte gegenüber der "Bangkok Post", die Spurenlage deute darauf hin, dass das Lokal weit über die ursprünglich genehmigte Nutzung hinaus betrieben worden sei. Ob daraus ein strafrechtliches Verfahren gegen die Betreiber erwächst, ist noch offen.
Politische Reaktionen und Konsequenzen
Unter den Verletzten befinden sich den Behörden zufolge auch ausländische Gäste. Die genaue Nationalitätenliste wurde bislang nicht veröffentlicht. Krankenhäuser in der Umgebung richteten Notfallstationen ein, um die große Zahl an Verletzten zu versorgen.
Die thailändische Regierung kündigte an, die Sicherheitsvorschriften für Vergnügungslokale landesweit zu überprüfen. Chalinee Thirasupa sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und versprach eine lückenlose Aufklärung.
Trauernde Angehörige und Überlebende suchten am Tag nach dem Unglück den Brandort auf. Vor dem Pub Rong Beer Na Ladprao legten Passanten Blumen und Kerzen nieder. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab, um Spuren zu sichern.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Die internationale Berichterstattung, unter anderem durch Reuters, begleitet die laufenden Ermittlungen. Die Ermittler kündigten an, in den kommenden Tagen weitere Details zum Ablauf des Brandes und zur Rolle der Betreiber zu veröffentlichen.
Die thailändischen Behörden geben die Zahl der Toten inzwischen mit 30 an. Eine abschließende Bilanz steht noch aus. Angehörige wurden gebeten, sich mit Hinweisen an eine eigens eingerichtete Hotline zu wenden, um vermisste Personen zu identifizieren.
Fragen & Antworten
In welchem Pub brach das Feuer in Bangkok aus?
Das Feuer brach am späten Sonntagabend in dem Pub Rong Beer Na Ladprao im Stadtteil Chatuchak aus, während eine Live-Band spielte.
Wie viele Menschen kamen bei dem Brand ums Leben?
Die "Bangkok Post" berichtet von 32 Toten, andere thailändische Medien sprechen unter Berufung auf Behördenangaben von 30 Toten.
Welche Mängel haben die Ermittler am Pub festgestellt?
Den Ermittlern zufolge waren Fluchtwege durch einen Süßwarenstand und Regale blockiert, ein Notausgang hatte keinen Türgriff, ein weiterer war als "Nur für Personal" gekennzeichnet, und es fehlten feuerhemmende Materialien.
Pub-Brand Bangkok: 32 Tote, schwere Mängel bei Fluchtwegen | nachrichten360