Ein 13-jähriger Junge ist am Ban Fai Tha Beach in der thailändischen Provinz Nakhon Si Thammarat nach dem Stich einer hochgiftigen Würfelqualle (Seewespe) gestorben.

Der Vorfall ereignete sich am Montag am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat, wie thailändische Medien berichten. Der 13-Jährige war dort im Meer schwimmen, als er von einer Seewespe, einer der giftigsten Quallenarten der Welt, gestochen wurde. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen und des raschen Transports in ein Krankenhaus in der Region konnte der Junge nicht mehr gerettet werden. Die genauen Umstände, die zum Kontakt mit dem Tier führten, werden derzeit geprüft.

Hintergrund: Warum Würfelquallen so gefährlich sind

Würfelquallen, im Deutschen auch Seewespen genannt, zählen zu den gefährlichsten Meerestieren. Ihr Gift kann innerhalb weniger Minuten zu Atemstillstand und Herz-Kreislauf-Versagen führen. In der Region um den Golf von Thailand ist die Quallensaison zwischen August und Oktober besonders ausgeprägt, wenn Strömungen die Nesseltiere in flachere Küstengewässer tragen. Auch die Ferieninsel Koh Samui liegt in einem Risikogebiet.

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Vorsorge und Warnsysteme in Thailand

Thailand erlebt jedes Jahr mehrere Todesfälle durch Quallenstiche. Erst Anfang des Jahres war eine Touristin aus dem Ausland an der Ostküste Australiens an den Folgen eines Würfelquallenstichs gestorben – ein trauriges Beispiel für die globale Dimension der Gefahr. Die thailändischen Behörden hatten im Vorfeld Warnschilder an mehreren Stränden aufgestellt und Rettungsschwimmer mit Essigsäure ausgestattet, die als Erste-Hilfe-Mittel gegen die Nesselfäden gilt.

Nach dem aktuellen Vorfall hat die Lokalverwaltung in Nakhon Si Thammarat zusätzliche Warnflaggen an den betroffenen Stränden angebracht. Zudem werden Schutznetze geprüft, die an stark frequentierten Badeabschnitten den Zugang zu Quallen verhindern sollen. Auch an Stränden rund um Koh Samui gilt nun eine erhöhte Wachsamkeit, wie Behördenvertreter mitteilten.

Erste Hilfe nach einem Quallenstich

Rettungskräfte raten Badenden bei einem Stich dazu, umgehend medizinische Hilfe anzufordern und die betroffene Stelle nicht mit Süßwasser oder Alkohol zu spülen. Empfohlen wird das Auftragen von Essigsäure, die die noch nicht entladenen Nesselzellen deaktivieren kann. Danach müssen die Tentakel vorsichtig, etwa mit einer Pinzette, entfernt werden.

Schlömermit Video17:13

FAQ13-Jähriger stirbt nach Stich in Thailand:Hochgiftige Meerestiere: Was bei Würfelquallen zu tun istmit Video0:36

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