Wiener Polizei fahndet nach mutmaßlichem Falschgeldbetrüger mit 100-Euro-Scheinen
Wien, 02. Juli 2026
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Kurzfassung
Die Wiener Polizei fahndet nach einem Mann, der zwischen Ende März und Ende April 2026 in drei Geschäften in der Innenstadt und in Mariahilf mit gefälschten 100-Euro-Scheinen bezahlt haben soll. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien werden Fotos des Verdächtigen veröffentlicht, Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Wien entgegen.
Die Polizei in Wien fahndet nach einem bislang unbekannten Mann, der zwischen Ende März und Ende April 2026 in drei Geschäften in der Innenstadt und in Mariahilf mit gefälschten 100-Euro-Banknoten bezahlt haben soll.
Tatzeitraum und betroffene Geschäfte
Nach Angaben der Landespolizeidirektion Wien soll es um zumindest drei Geschäfte gehen. Die Vorfälle passierten am 25. März, 16. April und 23. April 2026. Betroffen waren die Mariahilfer Straße im 6. Bezirk sowie der Fleischmarkt und die Kärntner Straße im 1. Bezirk.
Die Wiener Polizei beschreibt den Tathergang als raffiniertes Täuschungsmanöver. "Zuerst habe er eine echte 100-Euro-Banknote übergeben", heißt es in der Mitteilung. "Gleich danach soll er vorgetäuscht haben, doch mit Kleingeld zahlen zu wollen, und ließ sich die Banknote wieder zurückgeben."
So lief der Trick mit dem 100-Euro-Schein ab
Anschließend habe der Verdächtige den echten Schein durch geschickte Fingerfertigkeit gegen eine Fälschung ausgetauscht. "Durch geschickte Fingerfertigkeit wechselte er den echten Schein gegen eine Fälschung aus", so die Polizei weiter. Im nächsten Moment überreichte er unbemerkt einen gefälschten 100-Euro-Schein und behauptete, das Kleingeld reiche doch nicht aus.
Anschließend ließ er sich den Differenzbetrag in bar auszahlen. So erhielt er die Differenz in echtem Bargeld ausbezahlt. Dabei gab der Mann vor, Waren geringen Wertes kaufen zu wollen – ein typisches Vorgehen, um überhaupt einen 100-Euro-Schein ins Spiel bringen zu können.
Nicht in allen Fällen gelang der Betrug. Wurde die Fälschung erkannt, verließ der Tatverdächtige das Geschäft fluchtartig und nahm die Ware mit. In einigen Fällen flog der Betrug jedoch auf, worauf der Mann sofort die Flucht ergriff – teils offenbar unter Mitnahme der ausgelegten Ware, teils ohne Beute.
Beschreibung des Verdächtigen
Die Polizei fahndet nach einem mutmaßlichen Falschgeldbetrüger, der zumindest drei Mal von März bis April zugeschlagen hat. Der gesuchte Mann wird als etwa 40 Jahre alt und rund 165 Zentimeter groß beschrieben. Er hat einen Tagesbart, ein auffälliges äußeres Merkmal, auf das die Ermittler hinweisen.
Auffällig sind sein Drei-Tage-Bart und seine Kleidung. Häufig trug er außerdem eine schwarze Jacke, eine schwarze Umhängetasche sowie eine schwarze Kappe mit "NY"-Logo, dem Emblem der New York Yankees. Teilweise trug er ebenfalls eine schwarze Umhängetasche mit sich.
Im Zuge der Ermittlungen konnten Lichtbilder des Tatverdächtigen gesichert werden. Bilder aus der Überwachungskamera wurden gesichert. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien ersucht die Landespolizeidirektion Wien nun um mediale Veröffentlichung der Fotos.
Bisher drei Fälle in der Innenstadt und in Mariahilf
Bekannt sind bisher drei Fälle in der Innenstadt und in Mariahilf. Opfer waren die Besitzer von zwei Geschäften in der Innenstadt und eines in Mariahilf. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es noch weitere Geschädigte gibt – gerade weil die Masche offenbar in mehreren Stadtteilen funktioniert haben könnte.
Die Polizei geht von weiteren Opfern aus. Angesichts der professionellen Vorgehensweise und der Verteilung der bekannten Tatorte auf den 1. und 6. Bezirk hält sie es für wahrscheinlich, dass der Mann auch in anderen Wiener Geschäften aktiv war oder sein wird.
Hinweise an das Landeskriminalamt Wien
Sachdienliche Hinweise, auch anonym, werden an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, unter 01-31310-62510 oder 01-31310-62800 erbeten. Sachdienliche Hinweise (auch anonym) werden im Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, angenommen.
Die Behörden bitten mögliche weitere Opfer sowie Zeugen, sich beim Landeskriminalamt Wien zu melden. Auch Inhaberinnen und Inhaber von Geschäften, die im genannten Zeitraum einen ähnlichen Vorfall beobachtet haben, sind ausdrücklich aufgefordert, sich zu melden.
Der Verdächtige wollte zunächst Waren von geringem Wert kaufen und bezahlte mit einer echten 100-Euro-Banknote. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der Mann Waren von geringem Wert kaufen haben wollen – ein Detail, das die Auswahl der Geschäfte erklären könnte: Kleine Einkäufe begünstigen den schnellen Wechsel des Geldscheins, ohne dass das Personal lange prüft.
Mögliche weitere Opfer gesucht
Mit dem veröffentlichten Foto erhoffen sich die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung. Die Polizei hat zudem betont, dass sie Hinweise auf Wunsch auch anonym entgegennimmt. Mit der Veröffentlichung der Bilder wird der Fahndungsdruck auf den mutmaßlichen Täter erhöht.
Die Wiener Polizei warnt indirekt auch andere Geschäfte im Stadtgebiet. Da die Masche ortsunabhängig funktioniert, sollten Kassenpersonal und Inhaberinnen und Inhaber von kleinen Läden besonders aufmerksam sein, wenn Kundinnen und Kunden mit 100-Euro-Scheinen bezahlen wollen und gleichzeitig Kleingeld ins Gespräch bringen.
Der Fall zeigt exemplarisch, wie Täter mit einfach anmutenden, aber geschickt inszenierten Täuschungen Bargeld erlangen können. Die Polizei setzt nun auf die Mithilfe der Öffentlichkeit, um den Gesuchten zu identifizieren und mögliche weitere Opfer zu finden.
Fragen & Antworten
Wen sucht die Wiener Polizei im Zusammenhang mit dem Falschgeld-Fall?
Die Landespolizeidirektion Wien fahndet nach einem etwa 40 Jahre alten und rund 1,65 Meter großen Mann mit Drei-Tage-Bart, schwarzer Jacke, schwarzer Umhängetasche und schwarzer Kappe mit "NY"-Logo.
Wie ist der genaue Ablauf des Betrugs mit dem 100-Euro-Schein?
Der Verdächtige habe zunächst eine echte 100-Euro-Banknote übergeben, dann vorgetäuscht, doch mit Kleingeld zahlen zu wollen, und sich den Schein zurückgeben lassen. Anschließend habe er ihn durch ein gefälschtes Exemplar ersetzt und sich die Differenz in bar auszahlen lassen.
Wo können Zeugen und mögliche weitere Opfer Hinweise abgeben?
Sachdienliche Hinweise, auch anonym, nimmt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, unter den Telefonnummern 01-31310-62510 oder 01-31310-62800 entgegen.