Eine 15-Jährige mit bosnischen Wurzeln und ihre Mutter sind am Mittwoch am Wiener Landesgericht vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden; das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob die beiden Angeklagten wissentlich einen gleichaltrigen Mitschüler beschuldigt hatten, das Mädchen vergewaltigt und geschwängert zu haben. Laut Anklage soll es Ende 2025 zu sexuellen Kontakten zwischen den beiden Jugendlichen gekommen sein. Ein Schwangerschaftstest fiel jedoch negativ aus.

Vorwurf und Beweislage

Die Staatsanwaltschaft gab am Mittwoch keine Erklärung ab. Das Gericht konnte nach Überzeugung der Richterin eine absichtliche Falschbezichtigung nicht feststellen und sprach sowohl die 15-Jährige als auch deren 40-jährige Mutter vom Verleumdungsvorwurf frei. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.