Bei den Wiener Festwochen haben Susanne Kennedy und Markus Selg Richard Wagners „Parsifal" als radikale Multimedia-Inszenierung mit KI-generierten Videoinstallationen auf die Bühne der Halle E im MuseumsQuartier gebracht, die am Dienstagabend kurz vor Mitternacht endete.

Die Inszenierung versteht sich laut Abendprogramm als ein „Ritual auf der Suche nach spirituellen Ebenen hinter den Schleiern der digitalen und materiellen Welt", das christliche Motive, Lehren des Buddhismus und Gedanken aus dem Hinduismus miteinander verwebt. Dazu hat Videokünstler und Bühnenbildner Markus Selg die Bühne mit Versatzstücken angefüllt, darunter ein kleines Igluzelt, zwei Bildschirme mit Lagerfeuerbildschirmschonern, Kanister und Teppiche. Auf drei LED-Ebenen – auf dem Portal, im Hintergrund und zentral in der Höhle, die der junge Tor bei seiner Erweckungsreise kaum je verlässt – rauscht ein „Tsunami" KI-generierter Videos.