Lausanne, 01 August 2026
Lorena Wiebes hat die erste Etappe der Tour de France der Frauen gewonnen und sich im Sprint durchgesetzt, während die Favoritinnen um Pauline Ferrand-Prévot, Demi Vollering und Kasia Niewiadoma-Phinney ohne größere Zeitabstände blieben.
Verlauf im Zeichen der Ausreißerinnen
Die erste Etappe der Tour de France der Frauen endete am Samstag in Lausanne mit einem Sprint, den Lorena Wiebes für sich entschied. Die Niederländerin setzte sich auf den letzten Metern gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich damit den Tagessieg zum Auftakt der Rundfahrt. Bereits im Vorfeld war die Strecke rund um den Genfersee als Profil für Ausreißerinnen und ein mögliches Sprint-Finale diskutiert worden, da mehrere leichte Anstiege zu bewältigen waren, aber keine hochalpinen Berge.
Während des Rennens versuchten Ausreißerinnen-Gruppen wiederholt, sich vom Hauptfeld abzusetzen, konnten jedoch keinen nennenswerten Vorsprung herausfahren. Nach den Berichten mehrerer Medien blieben die Fluchtversuche jeweils schnell unter Kontrolle, sodass das Peloton geschlossen in die entscheidende Phase eingebog. Diese Konstellation begünstigte am Ende die Sprinterinnen, zu denen Wiebes in der aktuellen Saison in Topform zählt.
Favoritinnen ohne Zeitverlust
Bei den Favoritinnen auf den Gesamtsieg kam es zu keinen größeren Zeitverlusten. Pauline Ferrand-Prévot, die als Siegerin des Vorjahres an den Start gegangen war, lag ebenso im vorderen Bereich des Feldes wie Demi Vollering, die die Tour 2023 gewonnen hatte, und die Polin Kasia Niewiadoma-Phinney, die 2024 triumphierte. Damit bleibt das Klassement vor den entscheidenden Bergetappen offen, da die Abstände innerhalb der Spitzengruppe gering sind.
Schweizer Starterinnen in vorderen Positionen
Im Gesamtklassement liegen nach der Auftaktetappe mehrere Fahrerinnen nahezu gleichauf, darunter auch Schweizer Starterinnen wie Marlen Reusser, Noemi Rüegg und Antonia Niedermaier. Sie gehörten zu den Athletinnen, die in der ersten Etappe auffällig aktiv waren und sich in vorderen Positionen zeigten. Auch die weiteren Stationen der Rundfahrt, die in Aigle als Sitz des Radsport-Weltverbands UCI ihren organisatorischen Ausgangspunkt hat, werden in den kommenden Tagen über die Verschiebungen in der Gesamtwertung entscheiden.
Ausblick auf die kommenden Etappen
Die Tour de France der Frauen gilt als eine der wichtigsten Etappenrennen im Frauenradsport und wird in mehreren Etappen über Tage hinweg ausgetragen. Die Kombination aus flachen Abschnitten, welligem Terrain und Hochgebirge stellt unterschiedliche Anforderungen an die Athletinnen und bietet sowohl Sprinterinnen als auch Kletterinnen Chancen auf Teilerfolge.
Nach dem Sprintauftakt richtet sich der Blick nun auf die folgenden Etappen, in denen das Profil ansteigt und Selektion im Hauptfeld wahrscheinlicher wird. Sollte es den Favoritinnen gelingen, weiter ohne Zeitverlust zu bleiben, dürfte die Entscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot erst in den Bergen fallen. Bis dahin behält Wiebes durch ihren Tagessieg auch im Kampf um das Grüne Trikot der Sprintwertung eine gute Ausgangsposition.