Die US-Zwischenwahlen vom 3. November 2026 könnten den Handlungsspielraum des Kongresses bei der Außenpolitik verändern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran und den geplanten Militärausgaben.

Im Zentrum der Wahl steht die Frage, welche Partei künftig den Kongress kontrolliert. Für die Außenpolitik ist das vor allem mit Blick auf den Krieg gegen Iran relevant: Das Parlament muss über die Mittel für militärische und unterstützende Maßnahmen entscheiden. Je nach Ergebnis verändern sich die politischen Kräfteverhältnisse im Repräsentantenhaus und im Senat.

Michael O'Hanlon, Forschungsdirektor im Bereich Außenpolitik bei der Brookings Institution, bezweifelt, dass der Kongress beim Thema Iran große Macht besitzt. Er sieht dennoch eine Möglichkeit, eine schwere Eskalation zu verhindern: "[Der Kongress] könnte aber vielleicht eine schwere Eskalation verhindern, indem er die Finanzierung für eine solche verweigert." Damit richtet sich sein Blick vor allem auf die Finanzierungsentscheidungen des Parlaments.