Genf, 12 August 2026
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Impfpolitik der US-Regierung scharf kritisiert und vor einer politischen Einflussnahme auf wissenschaftliche Empfehlungen gewarnt.
WHO-Chef Tedros erklärte am Dienstag in Genf, Impfpolitik solle sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme. Er äußerte sich bei einer Pressekonferenz, die sich mit den globalen Herausforderungen bei Impfprogrammen befasste. Die Kritik richtet sich unmittelbar gegen die US-Regierung.
Hintergrund ist die zunehmende Spannung zwischen Washington und Genf. Berichten zufolge hat die US-Regierung unter Druck von Anhängern von Donald Trump verschiedene Impfempfehlungen in Frage gestellt oder zurückgezogen. Tedros verwies darauf, dass unabhängige wissenschaftliche Bewertungen die Grundlage jeder Impfpolitik sein müssten.
