Schwere Gewitter und starker Regen haben am Samstag die Reisepläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino während der Fußball-Weltmeisterschaft durchkreuzt, sodass er das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich in Miami verpasste.

Infantino erklärte am Samstagabend (Ortszeit) in einem Instagram-Video, er habe eigentlich in Miami sein sollen. „Ich sollte jetzt gerade eigentlich in Miami sein für das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich“, sagte der 56-Jährige. Wegen des Unwetters sei ein Flug jedoch nicht möglich gewesen. „Leider haben es uns die Wetterbedingungen hier nicht erlaubt, nach Miami zu fliegen“, so Infantino weiter.

Statt nach Miami reiste Infantino zum Finalstadion nach East Rutherford bei New York. Dort bereiten sich die Mannschaften auf das Endspiel vor. In dem Stadion trifft am Sonntagabend Spanien auf Argentinien. Die Partie ist für 21:00 Uhr MESZ angesetzt und wird in Deutschland von ZDF und MagentaTV übertragen.

Luftqualität in New York: Von Rauch zu Regen

Die Wetterlage in der Region New York war bereits seit Tagen angespannt. Rauch von Waldbränden in Kanada hatte in der Woche über dem Großraum New York gelegen und die Luftqualität deutlich verschlechtert. Am Samstag stuften die Behörden die Luft rund um die Metropole als „ungesund für empfindliche Gruppen“ ein, insbesondere für Kinder und ältere Menschen.

Mit dem einsetzenden Unwetter besserte sich die zuvor schlechte Luftqualität allerdings. Das Wettersystem aus Gewittern, Starkregen und sinkenden Temperaturen habe die Smog-Belastung verringert, hieß es. Für Sonntag kündigten die Meteorologen sonniges Wetter mit Temperaturen um 27 Grad Celsius an – passend zum Finale.

Auswirkungen auf Teams und Fans

Die Auswirkungen des Unwetters waren in der Region New York weitreichend. Zahlreiche Flüge in Richtung New York wurden wegen der widrigen Wetterbedingungen gestrichen. Auch die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi konnte ihre letzte Trainingseinheit vor dem Endspiel nur mit Verspätung beginnen. Spanien sagte seine Abschlusseinheit am Samstag wegen des Gewitters sogar vollständig ab.

In den sozialen Medien äußerten Fans Sorge, wegen des Wetters das Finale verpassen zu können. Viele Anhänger, die für Sonntagabend in die Region reisen wollten, bangten um ihre Flugverbindungen. Infantino selbst hatte am Freitag in New York unter anderem an einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump bei einem FIFA-Empfang teilgenommen.

Am Freitag hatte Infantino noch an einem FIFA-Empfang gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump in New York teilgenommen. Die Bilder zeigten den FIFA-Chef an der Seite des US-Präsidenten, während die Vorbereitungen auf das große Finale liefen. Der Wechsel von New York nach Miami war dann aber nicht mehr möglich.

Ausblick auf das Finale

Das Spiel um Platz drei fand trotz der Abwesenheit Infantinos statt: England setzte sich gegen Frankreich mit 6:4 durch. Der FIFA-Präsident verfolgte die Begegnung demnach aus der Ferne. Wie der Weltverband den weiteren Reiseverkehr rund um das Finale koordinieren will, blieb zunächst offen.

Die Bilder aus East Rutherford zeigten am Samstag leere Tribünen und Vorbereitungsteams, die trotz Regens und Gewitter an den letzten Details für das Endspiel arbeiteten. Für Sonntag rechnen die Organisatoren mit einem vollen Haus, da dann besseres Wetter erwartet wird. Auch zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Sport werden zum Finale erwartet.