Waldbrand Osttirol Virgen 2026: „Brand aus“ nach drei Tagen
Lienz, 13. Juli 2026
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Kurzfassung
Nach drei Tagen hat die Feuerwehr den Waldbrand in Virgen in Osttirol am Montagmittag endgültig für gelöscht erklärt. Rund 450 Einsatzkräfte, darunter zwölf Feuerwehren, Bergrettung und Landwirte sowie mehrere Hubschrauber, waren im Einsatz.
Nach drei Tagen intensiver Löscharbeiten hat die Feuerwehr den Waldbrand in Virgen im Bezirk Lienz in Osttirol am Montagmittag offiziell für gelöscht erklärt.
Die Flammen auf dem betroffenen Gebiet waren eigentlich bereits Samstagfrüh unter Kontrolle gebracht bzw. gelöscht worden, hieß es von der Feuerwehr. Wegen immer neuer Glutnester zog sich der Einsatz jedoch bis Montagmittag hin. Am Freitag brach im Virgental (Osttirol) ein Waldbrand aus, der ein Großaufgebot an Einsatzkräften seit Freitagnachmittag beschäftigte.
Im betroffenen Gebiet, dem sogenannten Mitteldorfer Wald südlich von Virgen, breiteten sich die Flammen auf einer Fläche von rund zehn bis zwölf Hektar in einem abgeholzten Waldgebiet aus. Wie Harald Mair, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Virgen, am Montag im Gespräch mit 5 Minuten mitteilte, ist „Der Brand ist soweit unter Kontrolle“. Die genaue Brandursache blieb weiter unklar; die Polizeiinspektion Matrei in Osttirol verwies zugleich auf laufende Ermittlungen.
Ausmaß und Lage des Brandgebiets
Möglich sei, dass eine Selbstentzündung aufgrund der Hitze zu dem Feuer geführt habe, hatte es am Sonntag von der Polizeiinspektion Matrei in Osttirol zur APA geheißen. Fest stand, dass sich keine Person zum Zeitpunkt des Brandausbruches in dem betroffenen Gebiet befand. Die weitere Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden.
Die Löscheinsätze fanden unter großer Hitze auch durch private Hubschrauber und einen Bundesheerhelikopter statt. Insgesamt standen fünf, teilweise sieben Hubschrauber im Einsatz. Hunderte Feuerwehrleute unterstützten die Arbeiten aus der Luft und am Boden.
Starker Einsatz von Bodentruppen und Luftunterstützung
In der Spitze waren im betroffenen Gebiet im sogenannten Mitteldorfer Wald südlich von Virgen rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz. „Rund 85 Kräfte von zwölf Feuerwehren, Bergrettung und Landwirte mit Güllefässern waren am Sonntag noch im Gelände gewesen“, teilte der Lienzer Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl der APA mit. Auch am Montag arbeiteten die Florianis in einer kleinen Mannschaft weiter an den verbliebenen Glutnestern.
Doch gerade das steile Gelände machte den Einsatzkräften zu schaffen, erklärte Draxl. Bei heißen Temperaturen wurden weiter Glutnester umgegraben und diese gezielt beseitigt. Drohnenflüge am Sonntag und am Montag brachten immer wieder Stellen mit Hitzeentwicklung zum Vorschein.
Drohnen mit Wärmebildkamera spüren Glutnester auf
Montagvormittag wurden durch eine Drohne noch „vier Punkte mit Hitzeentwicklung entdeckt“, wie es hieß. Die Feuerwehr rückte bereits in der Früh mit einer kleinen Mannschaft aus, um die letzten Brandherde aufzuspüren und abzulöschen. Über Nacht wurde auch eine Brandwache eingerichtet, um ein Wiederaufflammen frühzeitig zu erkennen.
Zuvor waren nach einem Drohnenflug mit einer Wärmebildkamera noch letzte Glutnester beseitigt worden. Nachdem diese abgeschlossen waren, begann die aufwendige Nacharbeit. „Die Feuerwehr hat Montagmittag beim Waldbrand im Osttiroler Virgen (Bezirk Lienz) endgültig ‚Brand aus' geben können“, hieß es in einer Aussendung.
Endgültig „Brand aus“ am Montagmittag
Nach deren Beseitigung waren die Nachlöscharbeiten final abgeschlossen. Seit Sonntag war klar, dass der Brand unter Kontrolle ist. Doch „Brand Aus“ konnte noch nicht gegeben werden. Es wurde damit gerechnet, dass noch am Montag „Brand Aus“ gegeben werden kann.
Die Hubschrauber fliegen, wie berichtet seit Sonntag nicht mehr. Damit konzentrierte sich der Einsatz am Montag auf Bodenarbeiten: Glutnester wurden umgegraben, gezielt mit Wasser und Löschschaum behandelt und mit Wärmebildkameras kontrolliert. „Jetzt werden die Glutnester weiter bearbeitet“, fasste Mair die laufenden Arbeiten zusammen.
Aufgrund der Hanglage gestaltete sich der Abtransport des Löschwassers und der Einsatz der Güllefässer, die Landwirte zur Unterstützung beigetragen hatten, schwierig. Die Wasserversorgung wurde über Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen sichergestellt, da in dem schwer zugänglichen Gelände keine Hydranten zur Verfügung standen. Die Koordination der vielen beteiligten Stellen lief über die Einsatzleitung in Lienz.
Herausforderung durch steiles Gelände
Beobachtet wurde der Waldbrand auch von der Luft: Hubschrauber dokumentierten die Rauchentwicklung und lieferten Bilder an die Einsatzleitung. Daraus ergaben sich Hinweise auf einzelne Schwachstellen, an denen noch Bodenkräfte nachlöschen mussten. Diese Vorgehensweise habe sich bewährt, erklärte ein Sprecher der Bezirksfeuerwehrleitung.
Mit der Meldung „Brand aus“ am Montagmittag ging ein dreitägiger Dauereinsatz zu Ende. Die Feuerwehr betonte zugleich, dass die betroffene Waldfläche weiter beobachtet werde und Nachkontrollen durch die zuständigen Ortsfeuerwehren stattfänden. Auch die Polizeiinspektion Matrei in Osttirol kündigte an, die Ermittlungen zur Brandursache fortzusetzen.
Die Bilanz: Rund 450 Kräfte, zwölf Feuerwehren, Bergrettung, Landwirte sowie fünf bis sieben Hubschrauber waren über drei Tage im Einsatz. Es ist eine Fläche von rund zehn Hektar betroffen. Personen kamen nicht zu Schaden. Die finale Meldung „Brand aus“ markiert das Ende der akuten Brandbekämpfung, weitere Beobachtung des Geländes bleibt jedoch Aufgabe der Einsatzorganisationen.
Bilanz und Ausblick auf weitere Vorsorge
Die Erfahrungen aus diesem Einsatz sollen nach Angaben der Bezirksfeuerwehrführung Lienz in die künftige Waldbrandvorsorge einfließen. Vorgesehen sei unter anderem, Drohnen mit Wärmebildtechnik dauerhaft für die Brandfrüherkennung in den Sommermonaten vorzuhalten. Auch die Zusammenarbeit mit Landwirten und Bergrettung werde weiter vertieft.
Angesichts der anhaltenden Hitze und der Trockenheit in Osttirol schlossen die Verantwortlichen weitere Brandereignisse nicht aus. Die Bevölkerung wurde über die sozialen Medien der Feuerwehr Virgen und der Bezirksfeuerwehrführung Lienz über Verhaltensregeln und das erhöhte Waldbrandrisiko informiert. Die Meldung „Brand aus“ am Montagmittag brachte vorerst Entwarnung.
„Wir sind erleichtert, dass niemand verletzt wurde und die Flammen keine Gebäude bedroht haben“, wurde aus den Reihen der Einsatzkräfte zitiert. Der Dank gelte allen beteiligten Feuerwehren, der Bergrettung, den Landwirten, den Hubschrauberbesatzungen sowie dem Bundesheer für den reibungslosen Ablauf über drei Tage hinweg.
Am späten Montagnachmittag wurden die letzten Kräfte aus dem Mitteldorfer Wald abgezogen. Die Brandwache blieb über die Nacht zum Dienstag aufrecht, um bei einem möglichen Wiederaufflammen sofort eingreifen zu können. Damit geht der längste Waldbrandeinsatz des heurigen Sommers in Osttirol vorerst zu Ende.
Fragen & Antworten
Wo genau hat der Waldbrand in Osttirol gewütet?
Der Waldbrand betraf den sogenannten Mitteldorfer Wald südlich von Virgen im Bezirk Lienz. Die Flammen breiteten sich auf rund zehn bis zwölf Hektar eines abgeholzten Waldgebiets aus.
Wie viele Einsatzkräfte waren bei dem Waldbrand in Osttirol im Einsatz?
In der Spitze waren rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz, insgesamt arbeiteten über drei Tage etwa 450 Kräfte von zwölf Feuerwehren, Bergrettung und Landwirten an der Brandstelle, unterstützt von fünf bis sieben Hubschraubern.
Wer koordinierte den Löscheinsatz in Virgen?
Die Einsatzleitung lag beim Lienzer Bezirksfeuerwehrkommandanten Harald Draxl. Vor Ort wurde der Einsatz vom Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Virgen, Harald Mair, begleitet.
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