Nach den schweren Waldbränden der vergangenen Woche hat die griechische Polizei mehr als 300 Personen festgenommen, nachdem ein Tourist auf Kreta mit Holzkohle in der Nähe eines Waldes gegrillt hatte.
Die Brände hatten sich nach Angaben der Feuerwehr entzündet, weil ein Tourist wenige Dutzend Meter von einem Waldstück entfernt mit Holzkohle gegrillt hatte. Bei starkem Wind breitete sich das Feuer schnell aus und erfasste große Teile der Vegetation auf der Mittelmeerinsel. Die Behörden ordneten daraufhin Evakuierungen in mehreren Ortschaften an und forderten die Bevölkerung auf, Häuser und Hotels zu verlassen.
Die griechische Polizei kündigte an, die Zahl der Festnahmen werde noch steigen. Unter den Festgenommenen befinden sich nach übereinstimmenden Medienberichten sowohl Einheimische als auch Urlauber. Den Beschuldigten wird in erster Linie fahrlässige Brandstiftung und das Nichtbeachten von Brandschutzbestimmungen zur Last gelegt. Ein Sprecher des Zivilschutzes erklärte, man werde Verstöße konsequent verfolgen, um künftige Katastrophen zu verhindern.
