Athen, 01 August 2026
In der Region Athen ist wegen mehrerer sich rasch ausbreitender Buschbrände die höchste Alarmstufe ausgerufen worden, während gleichzeitig Feuerwehren in mehreren europäischen Ländern gegen Flammen kämpfen.
In der Region Athen ist wegen mehrerer sich rasch ausbreitender Buschbrände die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Betroffen ist nach Behördenangaben auch der Großraum der griechischen Hauptstadt, wo dichte Rauchwolken den Himmel verdunkelten und Anwohnerinnen und Anwohner aufgefordert wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Parallel dazu wüten Brände auf der Insel Kreta. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, mussten rund 8.000 Menschen rund um das beliebte Urlaubsgebiet Agia Galini in den vergangenen Tagen ihre Häuser und Hotels verlassen, viele wegen des starken Rauchs, andere vorsorglich. Inzwischen seien zahlreiche Touristinnen und Touristen in die Orte zurückgekehrt, hieß es.
Kreta: Tausende Menschen rund um Agia Galini evakuiert
Auch in der Türkei kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen Flammen. Die Behörden, darunter Ressortchef Ibrahim Yumakli, hatten in den vergangenen Tagen mehrere Brandherde auf dem Festland und an der Ägäisküste gemeldet. Die Lage auf dem Peloponnes sowie auf der Halbinsel rund um Athen bleibt angespannt.
In Spanien brennt es nach offiziellen Angaben ebenfalls. Betroffen sind vor allem Regionen im Landesinneren, wo die Feuerwehr gegen mehrere Waldbrände vorgeht. Die Behörden riefen in einzelnen Gemeinden die zweithöchste Alarmstufe aus und ordneten Evakuierungen an.
Türkei, Spanien und Frankreich: Brancheinsätze auch außerhalb Griechenlands
Frankreich meldete Brände in mehreren Départements, unter anderem im Süden des Landes. Einsatzkräfte versuchten mit Löschflugzeugen und Bodentruppen, ein Übergreifen der Flammen auf bewohnte Gebiete zu verhindern.
Die griechischen Wetterdienste warnen, dass die Kombination aus Hitze, Trockenheit und starkem Wind die Lage in den kommenden Tagen weiter verschärfen könnte. Mit Blick auf die laufende Sommerreisewelle riefen Reiseveranstalter ihre Gäste auf, Hinweise der Hotels und der lokalen Behörden zu beachten.
Hohe Brandgefahr: Wetterdienste warnen vor Verschärfung
Laut dem griechischen Zivilschutz sind landesweit Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Die Behörden betonten, die höchste Alarmstufe sei nötig, weil mehrere Brände gleichzeitig brennen und sich rasch ausbreiten.
Beobachterinnen und Beobachter weisen darauf hin, dass die laufende Saison in Südeuropa außergewöhnlich trocken und heiß verläuft. Erste Analysen deuten darauf hin, dass die Brandgefahr in mehreren Mittelmeerländern überdurchschnittlich hoch bleibt.
Reisehinweise und Hilfsangebote
Reisende in den betroffenen Regionen wurden aufgerufen, Aufenthalte in Wäldern und an Waldrändern zu vermeiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Hilfsorganisationen stellten Notunterkünfte bereit, betroffene Anwohnerinnen und Anwohner könnten sich an die kommunalen Hotlines wenden.
Die Regierungen der betroffenen Länder kündigten an, die Koordination über die EU-Mechanismen für Katastrophenschutz zu verstärken. Erste Löschflugzeuge aus Nachbarländern seien angefordert oder bereits im Anflug, hieß es aus Kreisen des europäischen Krisenmanagements.
