Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) will die Produktion chinesischer Fahrzeuge in deutschen Volkswagen-Werken prüfen, um Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten zu sichern.

Hintergrund der Initiative

Olaf Lies, der auch Mitglied im Aufsichtsrat von Volkswagen ist, unternahm kürzlich eine mehrtägige Reise nach China. Dort informierte er sich über das Geschäft des Automobilherstellers in der Volksrepublik sowie über innovative Verkehrskonzepte. Die Reise unterstreicht die wachsende Bedeutung Chinas für die deutsche Automobilindustrie.

Niedersachsen ist mit einem Anteil von 20 Prozent der Stimmrechte der zweitgrößte Aktionär von Volkswagen. Dies verleiht dem Bundesland erheblichen Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Konzerns. Lies betonte mehrfach, dass die Nutzung bestehender Produktionsstätten in Deutschland im Vordergrund stehen müsse.

Ziele und Herausforderungen

Der SPD-Politiker sieht in der Produktion chinesischer Modelle in deutschen VW-Werken eine Möglichkeit, die Auslastung der Fabriken zu gewährleisten. Dies könnte langfristig Arbeitsplätze sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken. Allerdings sind die Pläne noch in einer frühen Phase, und konkrete Entscheidungen stehen aus.

Die Neuen Osnabrücker Zeitung berichtete, dass Lies die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern intensivieren will. Dabei geht es nicht nur um die Produktion, sondern auch um den Austausch von Technologien und Know-how. Die Reise nach China diente auch dazu, potenzielle Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.