Jonas Vingegaard vom Team Visma hat am Sonntag in Rom den 109. Giro d'Italia gewonnen und damit seine Sammlung an Grand-Tour-Siegen komplettiert, während der Osttiroler Felix Gall als Gesamtzweiter das beste österreichische Ergebnis aller Zeiten bei einer dreiwöchigen Rundfahrt einfuhr.

Der 29-jährige Däne sicherte sich den Gesamtsieg mit einem Vorsprung von 5 Minuten und 22 Sekunden auf Felix Gall, den Kapitän des Decathlon-Teams. Die Entscheidung war bereits auf der vorletzten Etappe am Piancavallo am Rande der Dolomiten gefallen, wo Vingegaard seine Dominanz in den Bergen ein letztes Mal unterstrich.

Die abschließende 21. Etappe über 131 Kilometer durch die italienische Hauptstadt endete mit einem Massensprint, den Jonathan Milan vom Team Lidl für sich entschied. Der Italiener setzte sich im Finale auf den Straßen Roms durch, nachdem ein Angriff des Zeitfahr-Spezialisten Filippo Ganna zuvor vom Feld neutralisiert worden war.

Vingegaard zeigte sich nach der Zieldurchfahrt überwältigt. „Eigentlich wollte ich das Rosa Trikot holen und eine Etappe gewinnen. Jetzt ist es Rosa plus fünf Etappen geworden. Das lief besser, als ich es mir vorstellen konnte“, sagte der Däne. Mit Blick auf die Feierlichkeiten fügte er hinzu: „Wir werden erstmal unseren Feiertag in Rom geniessen.“