Der Däne Jonas Vingegaard hat am Sonntag in Rom den 109. Giro d'Italia gewonnen und damit seine Sammlung an Grand-Tour-Titeln komplettiert, während der Osttiroler Felix Gall als Gesamtzweiter das beste Resultat eines Österreichers in der Geschichte der dreiwöchigen Rundfahrten einfuhr.
Die Schlussetappe über 131 Kilometer durch die italienische Hauptstadt entschied Jonathan Milan vom Team Lidl im Massensprint für sich. Es war der erste Tageserfolg des Italieners bei dieser Giro-Ausgabe. Vingegaard überquerte den Zielstrich Arm in Arm mit seinen Teamkollegen von Visma, seine Familie war in Pink gekleidet vor Ort.
Der 29-jährige Vingegaard hatte das Rosa Trikot bereits auf der letzten Bergetappe in Piancavallo am Rand der Dolomiten endgültig zementiert. Sein Vorsprung auf Gall betrug am Ende 5 Minuten und 22 Sekunden. Der Australier Jai Hindley, ein früherer Giro-Sieger, belegte mit 6:25 Minuten Rückstand den dritten Gesamtrang.
Vingegaard im Klub der Allergrößten
Für Vingegaard ist es der erste Triumph bei der Italien-Rundfahrt. Nach seinen zwei Tour-de-France-Siegen 2022 und 2023 sowie dem Gewinn der Vuelta a España 2025 reiht er sich nun in einen exklusiven Kreis ein: Er ist der achte Fahrer der Radsportgeschichte, der alle drei Grand Tours gewonnen hat – in einer Reihe mit Legenden wie Eddy Merckx, Bernard Hinault und Jacques Anquetil.
