Max Verstappen hat in Montreal seinen Verbleib in der Formel 1 für die Saison 2027 bestätigt und zugleich die aktuellen Motorenregeln scharf kritisiert.
Gegenüber der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ erklärte der viermalige Weltmeister: „Ich hoffe, dass alle ihr Wort halten. Aber ich kann bestätigen, dass ich in der Formel 1 bleibe.“ Er fügte hinzu: „Es sei denn, es passieren ganz verrückte Dinge, aber davon gehe ich nicht aus.“
Der 28-Jährige sprach angesichts der für die kommende Saison geplanten Regeländerungen von einer Verbesserung der aktuellen Situation. Derzeit stammen etwa 50 Prozent der PS-Leistung aus der Batterie, die anderen rund 50 Prozent vom Verbrennungsmotor. Dieses Verhältnis soll im nächsten Jahr zugunsten des Verbrennungsmotors verschoben werden.
Verstappen bemängelte, dass das ständige Aufladen der Batterie den Fahrstil unter den aktuellen Regeln massiv beeinflusst. „Man muss in Abschnitten vom Gas gehen, in denen man normalerweise Vollgas fahren würde“, sagte er. Das ärgert den Niederländer sichtlich.
Kritik am aktuellen Motorenreglement
Trotz aller Kritik sieht der Red-Bull-Pilot die Entwicklung gelassen: „Ob hier oder woanders – es geht um viel mehr als nur den Formel-1-Vertrag.“ Eine Entscheidung über seine langfristige Zukunft müsse nicht heute oder morgen fallen.
Ein Wechsel zu einem anderen Rennstall scheint für Verstappen ohnehin kein Thema zu sein: „Das habe ich immer gesagt“, betonte er auf die Frage, ob er am liebsten für den Rest seines Lebens bei Red Bull bleiben würde.
Begeistert zeigte sich Verstappen zudem von seinen Einsätzen im GT3-Auto auf dem Nürburgring. Sollte das 24-Stunden-Rennen 2027 an einem Formel-1-freien Wochenende stattfinden, möchte er wieder an den Start gehen. „Auf der Nordschleife gibt es genug Action zu sehen. Es ist brutal und gnadenlos“, so der Niederländer, der dort jüngst den Sieg nur wegen eines technischen Defekts verpasst hatte.
Liebeserklärung an den Nürburgring
Sportlich läuft es für Verstappen in dieser Saison noch nicht rund. Unter dem neuen Motorenreglement hat er noch keinen Podestplatz erreicht. Im Sprintqualifying zum Grand Prix von Kanada in Montreal kam er am Freitag nicht über Platz sieben hinaus.
Der Niederländer hatte 0,539 Sekunden Rückstand auf den Briten George Russell, der sich die Poleposition knapp vor seinem italienischen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli (+0,068 Sek.) sicherte.
Durchwachsenes Sprintqualifying in Montreal
Das Sprintrennen findet am Samstag um 18.00 Uhr MESZ statt. Danach folgt um 22.00 Uhr MESZ das Qualifying für den Grand Prix am Sonntag, der ebenfalls um 22.00 Uhr startet. Beide Sessions werden live bei ServusTV übertragen.

