Die Vereinigten Staaten haben als Gastgeber des G20-Gipfels im Dezember in Miami auch Russland und dessen Präsident Wladimir Putin offiziell eingeladen, wie US-Außenminister Marco Rubio bestätigte.
Die Entscheidung, Moskau an den Verhandlungstisch zu bitten, kommt in einer Phase anhaltender Spannungen zwischen Washington und dem Kreml. Rubio erläuterte die Beweggründe am Rande der UN-Generalversammlung in New York und betonte, dass Diplomatie den direkten Kontakt erfordere. "Um Probleme zu lösen, müsse man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt", sagte der Außenminister.
Die US-Regierung habe die Einladung formell übermittelt, hieß es aus dem State Department. Eine Antwort aus Moskau lag zunächst nicht vor. Beobachter werten den Schritt als Signal an die internationale Gemeinschaft, dass Washington trotz der Differenzen um den Ukraine-Krieg den multilateralen Rahmen der G20 nicht aufgeben will.
