Die US-Regierung hat von ihren europäischen Partnern die sofortige Freigabe bestehender Dieselreserven verlangt, um nach eigenen Angaben anhaltende Versorgungsstörungen zu beheben.

Die Forderung wurde am Mittwoch von Scott Bessent öffentlich formuliert. In einem Beitrag in Onlinenetzwerken schrieb er: "Unsere europäischen Partner sollten die Umsetzung ihrer bestehenden Zusagen beschleunigen und zusätzliche Lieferungen sofort verfügbar machen, um die anhaltenden Störungen zu beheben". Die direkte Ansprache an die EU-Staaten markiert eine deutliche Verschärfung des Tonfalls zwischen Washington und Brüssel.

Hintergrund der Forderung

Hintergrund der Forderung sind nach Angaben aus Washington Lieferengpässe bei Dieselkraftstoffen, die in mehreren US-Bundesstaaten zu steigenden Preisen geführt haben. Die US-Regierung sieht Europa in der Pflicht, weil bestehende Vereinbarungen aus dem vergangenen Jahr noch nicht vollständig umgesetzt seien. Konkrete Mengenangaben zu den geforderten Lieferungen wurden zunächst nicht genannt.