Nach der umstrittenen Aussetzung der Rot-Sperre gegen den US-Stürmer Folarin Balogun hat der US-WM-Beauftragte Andrew Giuliani seine Kritik am brasilianischen Schiedsrichter Raphael Claus verschärft und das Vorgehen der US-Regierung als Frage des Fair Play gerechtfertigt.

Die Diskussion um den Platzverweis im WM-Sechzehntelfinale der USA gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) geht in die nächste Runde. Vor Journalisten in Washington erklärte Andrew Giuliani, der das Amt des WM-Beauftragten der US-Regierung innehat, die Situation sei „höchst verdächtig“ gewesen. Er verwies darauf, dass der brasilianische Unparteiische Raphael Claus bereits im Jahr 2024 im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Spielmanipulationen und „unrechtmäßig ausgesprochenen Roten Karten“ gestanden habe. „Wir fanden es äußerst verdächtig, dass ein Schiedsrichter im Einsatz war, der zuvor im Zusammenhang mit einer Untersuchung zu Spielmanipulationen genannt worden war – und zwar speziell im Zusammenhang mit unrechtmäßig ausgesprochenen Roten Karten“, sagte Giuliani laut dem „Guardian“.