Ein US-Berufungsgericht hat die von Donald Trump verhängten Zehn-Prozent-Zölle auf die meisten Importe vorläufig in Kraft gelassen und dies mit den guten Erfolgsaussichten der Regierung im Hauptverfahren begründet.

Wie aus einer Anordnung des Gerichts hervorgeht, ließ das Berufungsgericht die Abgaben bis auf Weiteres bestehen. Es verwies darauf, dass die Regierung gute Aussichten habe, in der Hauptsache zu siegen, und bekräftigte damit eine Entscheidung, die es wenige Tage nach dem Urteil der ersten Instanz getroffen hatte. Ein Urteil in der Sache selbst steht allerdings weiterhin aus, wie aus derselben Anordnung hervorgeht.

Hintergrund des aktuellen Streits ist ein Urteil des US-Gerichts für Internationalen Handel in New York von Anfang Mai 2026. Dieses Gericht war zu dem Schluss gekommen, dass Trump mit dem neuen Instrument seine Befugnisse überschritten hatte, und hatte die Zölle ausgesetzt. Wenige Tage später setzte das Berufungsgericht aber das Urteil der ersten Instanz zunächst aus – eine Entscheidung, die es nun bekräftigte.