Am Fronleichnam sind über Teilen Nordrhein-Westfalens schwere Gewitter mit orkanartigen Böen, Starkregen und einem vom Deutschen Wetterdienst bestätigten Tornado hinweggezogen.

Schwere Böen und ein Tornado

Bereits am Nachmittag gab es für das Ruhrgebiet und den Niederrhein Warnungen vor schweren Gewittern. Laut den vorliegenden Wetterdaten brachten einzelne Gewitterzellen lokal bis zu 21 Liter Regen pro Quadratmeter. An der Wetterstation in Höxter wurde eine orkanartige Böe von 117 Kilometern pro Stunde gemessen, während in Neuss, Hemer, Geilenkirchen und Büren-Ahden stürmische Böen zwischen 65 und 74 Kilometern pro Stunde registriert wurden.

Jörg Brunsmann von der WDR-Wetterredaktion erläuterte die komplexe Wetterlage: „Das ist so, als würde man einen Topf Wasser auf die Herdplatte stellen, da kann man nicht berechnen, wo die erste Blase hochsteigt.“ Eine spezielle Wetterlage sorgte demnach für unterschiedliche Windrichtungen und -geschwindigkeiten in verschiedenen Höhen, wodurch die Gewitterzellen rotieren und länger aktiv bleiben konnten.