Das UNO-Menschenrechtsbüro hat in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Anstieg getöteter und verletzter Zivilisten in der Ukraine um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum dokumentiert und gleichzeitig eine starke Zunahme von Drohnenattacken mit Videobrillen-Steuerung festgestellt.

Die UNO-Menschenrechtsmission in der Ukraine (HRMMU) hat in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres „1.396 zivile Todesopfer und 7.978 verletzte Zivilisten dokumentiert", wie deren Leiterin Danielle Bell am Dienstag in Genf mitteilte. Die Zahl der Toten und Verletzten durch russische Angriffe liege damit um 37 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Insgesamt verzeichnete das UNO-Menschenrechtsbüro in der Ukraine in den ersten sechs Monaten des Jahres fast 2.000 Tote und rund 8.000 Verletzte durch russische Angriffe.