In der Nacht zum 1. Juni 2026 ist das Rücktrittsultimatum des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar an Staatspräsident Tamás Sulyok abgelaufen, ohne dass Sulyok sein Amt niedergelegt hat.

Magyar, dessen Mitte-Rechts-Partei TISZA bei der Parlamentswahl am 12. April einen Erdrutschsieg errungen hatte, hatte Sulyok kurz nach seinem Wahlsieg als „Marionette“ der früheren FIDESZ-Regierung bezeichnet und dessen Rücktritt gefordert.

Neben dem Präsidenten verlangte Magyar auch die Ablösung des Präsidenten des Verfassungsgerichts, Péter Polt, sowie des Präsidenten der Kurie, Zsolt András Varga.

Die TISZA-Partei hält nach der Wahl 141 der 199 Sitze im ungarischen Parlament und löste damit die rechtsnationale Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán ab.