Die ungarische Polizei wird die für den 27. Juni 2026 geplante Pride-Parade in Budapest nicht verbieten, wie sie am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Im Rahmen des Anmeldeverfahrens und anschließender Gespräche mit den Organisatoren hätten sich „keine Gründe für ein Verbot der Versammlung“ ergeben, erklärte die Polizei. Die Organisatoren hatten den Termin am Mittwoch offiziell bekannt gegeben.

Für drei Gegendemonstrationen erteilte die Polizei Bescheide mit Auflagen. Diese Kundgebungen seien zwar genehmigt, müssten aber räumlich von der Pride-Parade getrennt stattfinden, so die Behörde.

Abkehr von Orbáns Kurs

Die Entscheidung markiert eine deutliche Abkehr von der Politik der Vorgängerregierung unter dem rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Dieser hatte jahrelang unter dem Vorwand des „Kinderschutzes“ die Rechte von LGBTQ-Personen systematisch eingeschränkt.