Die Ukraine hat nach Angaben des russischen Magazins "Militarnyi" Sprengstoff in Einlegesohlen versteckt, die als humanitäre Hilfe für russische Soldaten getarnt wurden.

Hintergrund und Methode

Die Sohlen wurden laut einem Bericht des russischen Magazins "Militarnyi" mithilfe russischer Freiwilliger und Wohltätigkeitsorganisationen transportiert, sodass sie als gewöhnliche humanitäre Hilfe in die russische Ausrüstung gelangen konnten. Jede Einlegesohle soll etwa 1,5 Gramm TNT enthalten haben.

"Militarnyi" berichtete, dass die ersten Lieferungen Anfang März begonnen haben sollen und sich möglicherweise auf mehrere zehntausend Einheiten beliefen – eine Zahl, die jedoch nicht unabhängig überprüft werden kann. Ukrainische Quellen, auf die sich "Militarnyi" beruft, erklärten, die abgefangene Lieferung mache nur einen kleinen Teil der insgesamt bereits verschickten Menge aus.

Laut "Militarnyi" sollen ukrainische Einsatzkräfte mindestens einen Mittelsmann gehabt haben, der über den tatsächlichen Inhalt der Lieferung jedoch im Dunkeln gelassen wurde. Dies deutet auf eine gezielte Täuschungsstrategie hin, bei der unbeteiligte Dritte unwissentlich als Transportmittel genutzt wurden.

Reaktionen und Folgen

Die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf den FSB, dass ein ausländischer Staatsbürger in Moskau ein Paket mit 504 improvisierten Sprengsätzen entgegengenommen habe, die als beheizbare Einlegesohlen getarnt gewesen seien. Dies unterstreicht die Herausforderungen, vor denen russische Sicherheitsbehörden stehen.