Der TÜV AUSTRIA fordert nach Legionellen-Fällen in Linz ein verpflichtendes Register für Kühltürme, während deren möglicher Anteil an der Infektionsquelle weiterhin unbestätigt ist.

Die Debatte über die Legionellen-Fälle in Linz dreht sich auch um die Überwachung von Kühlanlagen. Nach Angaben des TÜV AUSTRIA fehlt ein zentraler Überblick darüber, wo sich Kühltürme befinden und wie sie betrieben werden. Der Verband setzt sich deshalb für ein österreichweites Kühlturmregister ein.

Ein solches Register könnte Betreiber, Behörden und Prüfer dabei unterstützen, Anlagen schneller zu erfassen und mögliche Gefahrenquellen systematisch zu kontrollieren. Die Forderung richtet sich auf mehr Transparenz und verbindliche Regeln für den Betrieb und die Überwachung der Anlagen.

Ein Register soll den Überblick verbessern

Der konkrete Ursprung der Infektionen ist weiterhin offen. Dazu heißt es in einer Mitteilung: „Weiterhin ist nicht eindeutig bestätigt, ob kontaminierte Kühltürme der Kühlanlage der Linz AG die Infektionsquelle sind.“ Auch die vorliegenden Angaben bestätigen keinen eindeutigen Zusammenhang.

Thomas Fleischanderl äußerte sich gegenüber Radio Wien zu den Folgen unzureichender Regelungen. Er sagte: „Man kann eigentlich nur darauf warten“. Nach Darstellung der dem Ereignis zugrunde liegenden Informationen warnt er damit vor einem reaktiven Vorgehen, bei dem Maßnahmen erst nach einem konkreten Vorfall ergriffen werden.

Die Infektionsquelle bleibt ungeklärt

Die Forderung nach einem Register betrifft nicht nur einzelne Anlagen in Linz. Sie zielt auf eine einheitliche Erfassung und Kontrolle von Kühltürmen, damit Zuständige unabhängig vom Ort eines Ausbruchs schneller auf technische und gesundheitliche Hinweise reagieren können.

Im Zusammenhang mit den Fällen werden auch das KUK, das Kepler Uniklinikum und der TÜV AUSTRIA genannt. Aus den verifizierten Angaben geht hervor, dass diese Einrichtungen in der Berichterstattung und bei der Aufklärung beziehungsweise Bewertung des Geschehens eine Rolle spielen. Weitere konkrete Maßnahmen werden in den vorliegenden Fakten jedoch nicht genannt.

Für eine belastbare Ursachenklärung bleibt entscheidend, die Kühlanlage der Linz AG weiter zu untersuchen und die Infektionsquelle mit geeigneten Methoden einzuordnen. Das Register wäre eine ergänzende Infrastruktur, ersetzt aber keine Prüfung des konkreten Falls.

Die Diskussion zeigt damit einen Unterschied zwischen Vorsorge und nachträglicher Reaktion: Ein zentrales Verzeichnis soll Informationen bereits vor einem Ausbruch verfügbar machen. Ob und wann eine solche Regelung eingeführt wird, ist anhand der vorliegenden Fakten nicht bekannt.