Türkische Behörden haben dem von dem US-Reiseveranstalter Atlantis Events gecharterten Kreuzfahrtschiff „Scarlet Lady“ mit überwiegend LGBTQ-Passagieren das Anlegen im Hafen von Kuşadası sowie in Istanbul untersagt und die Entscheidung mit „moralischen Werten“ begründet.

Begründung der Provinzregierung von Aydın

Die türkische Provinzregierung von Aydın teilte am Samstag über die Plattform X mit, dass es „absolut nicht infrage“ komme, dass das Schiff „Scarlet Lady“ im Hafen von Kuşadası anlege. Die Behörde erklärte, das Schiff sei von Gruppen gechartert, „die für Verhaltensweisen bekannt sind, die mit dem Gefüge unserer Gesellschaft und unseren moralischen Werten unvereinbar sind“. Das Gouverneursamt betonte zugleich, dass die Entscheidung ausschließlich den geplanten Anlauf am 7. Juli betreffe und der übrige Kreuzfahrtverkehr nicht beeinträchtigt sei.