US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem US-Sender NBC News erklärt, er wolle keinen Einfluss auf den neuen Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh, ausüben, und zugleich erneut Zinssenkungen gefordert.
Hintergrund: Führungswechsel bei der Federal Reserve
Trump begründete seine Forderung nach niedrigeren Zinsen mit der nach seiner Einschätzung guten Lage auf dem US-Arbeitsmarkt. „Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken“, sagte er in dem Interview, das über den dpa-Newskanal verbreitet wurde. Höhere Zinsen würden den aktuellen „Erfolg“ bremsen, argumentierte der Präsident.
Gleichzeitig erklärte Trump, er vertraue den Entscheidungen des neuen Fed-Chefs Warsh. Auf die Frage, ob er Einfluss auf die Geldpolitik nehmen wolle, antwortete er ausweichend ablehnend. Öffentlich pocht Trump damit zwar auf die Unabhängigkeit der Notenbank, wiederholt aber zugleich seine seit Längerem bekannte Linie zugunsten niedrigerer Zinsen.
