US-Präsident Donald Trump erwägt laut internen Berichten neue Angriffe auf den Iran, sollte es keinen Durchbruch in den Verhandlungen mit Teheran geben.
Der Präsident sei zunehmend "frustriert" über die Verhandlungen mit Teheran – und tendiere inzwischen eher zu neuen Angriffen als zu einer Fortsetzung der Diplomatie, berichten zwei Quellen aus dem Umfeld des Weißen Hauses.
Trump selbst hatte gestern auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen "Umständen" nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. "Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington DC, im Weißen Haus, zu bleiben." Nähere Angaben zu den von ihm genannten Umständen machte der US-Präsident nicht.
Parallel dazu hält sich der pakistanische Armeechef Asim Munir zu politischen Gesprächen in Teheran auf. Munir, der als Vermittler zwischen den USA und dem Iran gilt, traf bereits mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi zusammen und wird voraussichtlich auch mit Präsident Massud Pezeshkian sprechen.
Diplomatische Bemühungen
Der Fokus der aktuellen Gespräche liegt auf einem sofortigen Ende des Krieges. Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm und der Umgang mit hochangereichertem Uran sollen erst nach einem Waffenstillstand verhandelt werden.
Der iranische Chefverhandler und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Qalibaf warnte die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges. Die Folgen wären "more devastating and bitter", so Qalibaf wörtlich.
Das iranische Außenministerium betonte, Munirs Besuch sei Teil des laufenden diplomatischen Prozesses und kein Hinweis auf ein unmittelbar bevorstehendes Abkommen mit den USA.
Aktuelle Lage
Seit Anfang April herrscht ein fragiler Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran. Die iranischen Streitkräfte haben in dieser Zeit ihre Fähigkeiten wiederaufgebaut, wie aus Sicherheitskreisen verlautet.
Der Konflikt begann Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran. Als Reaktion darauf griff Teheran Ziele in Israel und der Golfregion an und blockierte weitgehend die strategisch wichtige Straße von Hormus.

