Trotz eines fragilen Waffenstillstands und intensiver Vermittlungen hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag Hoffnungen auf eine schnelle Vereinbarung mit dem Iran über ein Ende der Blockade der Straße von Hormuz gedämpft.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, er habe seine Unterhändler angewiesen, „nichts zu überstürzen“, weil die Zeit auf der Seite der USA sei. „Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen und alles richtig machen … Es darf keine Fehler geben!“, betonte er und bekräftigte zugleich, dass die Islamische Republik keine Nuklearwaffen haben dürfe.

Die Äußerungen folgen auf widersprüchliche Signale: Noch am Samstag hatte Trump mitgeteilt, Washington und Teheran hätten eine Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormuz „weitgehend ausgehandelt“. Das Verhältnis mit dem Iran werde professioneller, so der Präsident.

Eskalation seit Ende Februar

Der Konflikt war Ende Februar eskaliert, als die USA und Israel mit Angriffen auf den Iran begannen. Teheran reagierte mit Attacken auf Israel sowie auf US-Stützpunkte und Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In der Folge blockierte Iran die Meerenge von Hormuz und löste eine globale Energiekrise aus.