US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag in sozialen Medien erklärt, die USA würden keine übereilte Vereinbarung mit dem Iran treffen, und dämpfte damit Spekulationen über einen unmittelbar bevorstehenden Deal zur Beendigung des Krieges.

Trumps Kehrtwende binnen 24 Stunden

Trump veröffentlichte seine Aussagen auf seiner Plattform Truth Social. "Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv", schrieb er. "Ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist."

Er betonte, dass beide Seiten sich Zeit nehmen und alles richtig machen müssten. "Es darf keine Fehler geben!", so Trump wörtlich. Zudem bekräftigte er, dass die US-Blockade von iranischen Häfen vollständig in Kraft bleibe, bis eine Vereinbarung erzielt, bestätigt und unterzeichnet sei.

Nur einen Tag zuvor, am Samstag, hatte Trump noch erklärt, Washington und Teheran hätten eine Absichtserklärung zur Wiedereröffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus "weitgehend ausgehandelt". Dieser plötzliche Wechsel im Tonfall sorgte an den internationalen Märkten für Bewegung.

Die Preise für Rohöl fielen daraufhin deutlich. Brent-Rohöl gab am Montag um 4,55 Prozent auf 98,83 US-Dollar pro Barrel nach, WTI-Rohöl fiel um 4,73 Prozent auf 92,03 US-Dollar. Beide Kontrakte erreichten im Tagesverlauf den tiefsten Stand seit dem 7. Mai.