Traktorunfall in Satteins: Vater und Tochter sterben auf Wiese
Satteins, 15. Juli 2026
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Kurzfassung
Bei einem Traktorunfall in Satteins im Bezirk Feldkirch sind ein 41-jähriger Mann und seine sechsjährige Tochter ums Leben gekommen. Die vierjährige Schwester überlebte den Unfall auf einer Wiese verletzt und wurde per Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.
Bei einem Traktorunfall auf einer Wiese in der Vorarlberger Gemeinde Satteins sind am Dienstag ein 41-jähriger Mann und seine sechsjährige Tochter gestorben; die vierjährige Schwester wurde verletzt ins Spital geflogen.
Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg in der Nacht auf Mittwoch mitteilte, war der Mann am Dienstagvormittag mit seinen beiden kleinen Töchtern auf einem Traktor mit Anhänger auf einer Wiese in Satteins im Bezirk Feldkirch unterwegs. Nach Angaben der Polizei waren sie auf einer Wiese unterwegs, als das Gespann vermutlich ins Rutschen geriet. Das Fahrzeug überschlug sich.
Der Traktorfahrer und seine sechsjährige Tochter starben noch am Unfallort. Die vierjährige Schwester überlebte den Unfall mit Verletzungen und wurde per Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Wie schwer sie verletzt wurde, ist noch unklar.
Unfall am Vormittag, Notruf am Nachmittag
Der Unfall hatte sich am Vormittag ereignet, war aber lange unbemerkt geblieben. Angehörige hätten am Dienstagnachmittag über den Notruf gemeldet, so die Polizei. Nach Angaben der Polizei wurde der Unfall am Nachmittag entdeckt. Der Notruf sei daher erst am Nachmittag eingegangen.
Im Einsatz standen neben dem Notarzthubschrauber auch zwei Feuerwehren, die Bergrettung, ein Kriseninterventionsteam sowie die Polizei mit mehreren Fluggeräten (Libelle, Drohne) und Streifen. Einsatzkräfte der Feuerwehr aus einer Nachbargemeinde übernahmen die Bergung der Opfer.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die Unfallursache sei Gegenstand laufender Erhebungen. Um die genaue Unfallursache zu klären, ermittelt die Polizei. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch sagte, wird der Traktor nun von Gutachtern untersucht.
Fotos des verunglückten Traktors, die der ORF veröffentlichte, zeigen ein älteres Modell ohne Fahrerkabine. Nach Angaben der Polizei war auf einem der hinteren Kotflügel ein Kindersitz montiert, in dem die vierjährige Tochter saß. Hinweise auf einen technischen Defekt oder ein Fremdverschulden lagen zunächst nicht vor.
Emotional belastender Einsatz für die Einsatzkräfte
Die lokale Feuerwehr bezeichnete den Einsatz auf Facebook als psychisch extrem belastend. Da uns ein teils enges persönliches Naheverhältnis mit den Opfern verbindet, stießen wir gestern nicht nur an fachliche, sondern vor allem an emotionale Grenzen, hieß es in der Stellungnahme. Auch das Kriseninterventionsteam war zur Betreuung von Angehörigen und Helfern im Einsatz.
Die Kleinstadt Satteins liegt im Bezirk Feldkirch im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall auf einer Wiese, als der Traktor mit Anhänger ins Rutschen geriet und sich überschlug. Die genaue Unfallursache ist noch unklar.
Bei der Bergung der Opfer und der Versorgung der Verletzten arbeiteten Rettungskräfte mit Notarzt-Hubschrauber, die Feuerwehr, die Bergrettung, ein Kriseninterventionsteam sowie die Polizei Hand in Hand. Zwei Feuerwehren waren im Einsatz.
Traktor ohne Fahrerkabine und Kindersitz am Kotflügel
Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache andauern. Im Zentrum stehe die Frage, warum das Gespann auf der Wiese ins Rutschen geriet und sich überschlug. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut Polizei bisher nicht.
Die Bergung der Verunglückten gestaltete sich für die Helfer laut Feuerwehr auch emotional äußerst belastend. Die Feuerwehr beschrieb den Einsatz als Ausnahmesituation für die kleine Gemeinde.
Die Angehörigen wurden unmittelbar nach dem Fund des Unfalls durch das Kriseninterventionsteam betreut. Auch die Helferinnen und Helfer vor Ort nahmen die Unterstützung des Kriseninterventionsteams in Anspruch.
Kriseninterventionsteam betreut Angehörige und Helfer
Der Traktor war laut ORF-Fotos ein älteres Modell ohne Fahrerkabine. Auf einem der hinteren Kotflügel war nach Polizeiangaben ein Kindersitz angebracht, in dem die vierjährige Tochter saß. Die ältere Tochter befand sich nach derzeitigem Ermittlungsstand ebenfalls auf dem Traktor.
Die Mutter der Kinder entdeckte den Unfall am Nachmittag und alarmierte die Rettungskräfte. Die genauen Hintergründe, warum der Unfall über mehrere Stunden unbemerkt blieb, sind Teil der laufenden Ermittlungen.
Die Polizei setzte zur Unfallaufnahme mehrere Fluggeräte ein, darunter einen Polizeihubschrauber vom Typ Libelle sowie eine Drohne. Die Streifen der Polizei sicherten den Unfallort und unterstützten die Bergungsarbeiten.
Polizei setzt Hubschrauber und Drohne ein
Der Traktor wird nun von Gutachtern untersucht. Die Ermittler wollen unter anderem klären, ob ein technischer Defekt oder äußere Umstände zum Rutschen und Überschlagen des Gespanns geführt haben.
Die Behörden baten, von Spekulationen über die Unfallursache abzusehen. Die Ermittlungen würden mit der gebotenen Sorgfalt geführt, hieß es von der Landespolizeidirektion Vorarlberg.
Fragen & Antworten
Was ist in Satteins passiert?
In der Vorarlberger Gemeinde Satteins im Bezirk Feldkirch ist am Dienstagvormittag ein Traktor mit Anhänger auf einer Wiese ins Rutschen geraten und hat sich überschlagen. Ein 41-jähriger Mann und seine sechsjährige Tochter kamen dabei ums Leben.
Wer hat den Unfall gemeldet?
Angehörige hätten am Dienstagnachmittag über den Notruf gemeldet, so die Polizei. Der Unfall am Vormittag war mehrere Stunden lang unbemerkt geblieben.
Wie geht es dem überlebenden Kind?
Die vierjährige Tochter wurde per Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Wie schwer sie verletzt wurde, ist noch unklar.
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