Nach dem Tod eines 42-jährigen marokkanischen Mannes bei einem Polizeieinsatz im Bologneser Stadtteil Pilastro haben hunderte Menschen am Sonntagabend gegen die Polizei protestiert, während die Staatsanwaltschaft Ermittlungen zu den Umständen aufnahm.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich nach Identifikation durch die Behörden um Abderrahim Fakir, der seit seiner frühen Kindheit in Italien lebte und nach Angaben seiner Anwältin über gültige Dokumente verfügte. Seine Anwältin Barbara Spinelli, die ihn bei der Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis unterstützt hatte, beschrieb ihn als freundlichen, gut ausgebildeten, respektvollen Menschen. Sie sagte: „Jetzt kann ich niemandem mehr sagen, dass er keine Angst zu haben braucht".
Nach Darstellung der Polizei waren Beamte am Sonntag über den Notruf 112 in den Stadtteil Pilastro gerufen worden, weil Anwohner einen Mann meldeten, der sich aggressiv verhalte. Bei Eintreffen habe der Mann laut Behördenangaben unter anderem einen Streifenwagen geschlagen. Die beteiligten Polizeibeamten bezeichneten den Vorfall laut italienischen Medienberichten als psychische Krise des Mannes.
