Nach dem Tod eines 25-jährigen tunesischen Häftlings in der Justizanstalt Garsten (FTZ) ermittelt die Staatsanwaltschaft Steyr wegen Mordverdachts gegen mehrere Bedienstete der Anstalt.
Der 25-Jährige war Insasse des Forensisch-Therapeutischen Zentrums (FTZ) Garsten, als er am vergangenen Wochenende leblos in seiner Zelle aufgefunden wurde. Nach einer Obduktion schlossen die Rechtsmediziner ein natürliches Ableben aus und stellten Hinweise auf ein Tötungsdelikt fest. Die Staatsanwaltschaft Steyr bestätigte am Dienstag den Anfangsverdacht des Mordes und ordnete eine Sonderkommission an.
Gegen mindestens drei Bedienstete der Justizanstalt wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Eine Sprecherin der Behörde sprach von einem Verdachtsmoment, das sich aus der Obduktion und den bisherigen Erhebungen ergebe. Konkrete Hintergründe zum möglichen Tatablauf nannten die Ermittler zunächst nicht.
