Die Bildungsbehörde des US-Bundesstaates Texas hat die Bibel in die Pflichtlektüre für Schülerinnen und Schüler aufgenommen, was die Bürgerrechtsorganisation Americans United for Separation of Church and State scharf kritisiert und gerichtlich anfechten will.

Die Entscheidung der texanischen Schulbehörde fiel an einem Freitag und wurde zunächst von US-Medien aufgegriffen. Die österreichische katholische Nachrichtenagentur Kathpress berichtete am darauf folgenden Sonntag über den Vorgang. Konkret wurde die Leseliste für den Unterricht um die Bibel erweitert. Damit sollen Schülerinnen und Schüler künftig regelmäßig mit Texten aus dem Buch konfrontiert werden.

Zur Begründung erklärten die zuständigen Bildungsbeamten laut Kathpress, die Bibel sei „die Bibel als unverzichtbares literarisches Werk, das für das Verständnis der amerikanischen Gründungsgeschichte und Kultur von Bedeutung". Sie sehen in dem Werk einen zentralen Schlüssel zur Einordnung der kulturellen und historischen Wurzeln der Vereinigten Staaten.