Die Preise für Dieselkraftstoff haben zum vierten Mal in Folge einen neuen Höchststand erreicht, während auch der E10-Kraftstoff deutlich teurer geworden ist.
Preisentwicklung an Ostern
Am Ostersamstag stieg der durchschnittliche Preis für Dieselkraftstoff um 9,4 Cent auf 2,486 Euro pro Liter. Damit setzt sich der seit Wochen anhaltende Preisanstieg unvermindert fort. Parallel dazu erhöhte sich auch der Preis für E10-Benzin von 2,154 Euro auf 2,234 Euro pro Liter. Die aktuellen Werte markieren neue Spitzenstände, die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zunehmend belasten.
Der ADAC führt die hohen Preise auf die Einführung des sogenannten Österreich-Modells zurück. Dabei handelt es sich um eine Regelung, die Mindeststeuersätze für Kraftstoffe in der EU vorsieht. Die Auswirkungen sind bereits seit Wochen spürbar, doch die jüngste Entwicklung übertrifft bisherige Erwartungen.
Politische Reaktionen und Aussichten
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat Steuersenkungen als Gegenmaßnahme ausgeschlossen. Damit reagiert sie auf Forderungen aus Teilen der Politik und von Verbraucherschützern, die angesichts der rekordhohen Preise Entlastungen fordern. Eine kurzfristige Änderung der Steuerpolitik scheint jedoch nicht geplant.
Das Bundeskartellamt beobachtet die Entwicklung der Kraftstoffpreise weiterhin genau. Bereits in der Vergangenheit hatte die Behörde die Preispolitik der Mineralölkonzerne kritisiert. Ob es zu weiteren Untersuchungen oder Maßnahmen kommen wird, ist jedoch noch unklar.

