Jede dritte Genossenschaftsbank und fast jede zweite Sparkasse in Norddeutschland zahlt laut einer Analyse von Verivox kaum oder gar keine Zinsen auf Tagesgeldkonten. Eine Untersuchung von 61 Genossenschaftsbanken in Norddeutschland zeigt, dass ein Drittel von ihnen entweder keine Zinsen oder lediglich einen niedrigen Satz von bis zu 0,25 Prozent auf Tagesgeld bietet. Verivox hat zudem 127 Sparkassen in der Region analysiert und festgestellt, dass fast die Hälfte ähnlich unattraktive Konditionen bereithält.
Höhere Zinsen bei überregionalen Banken
Im Vergleich dazu schneiden die acht überregionalen Banken mit Hauptsitz in Norddeutschland besser ab. Sie bieten durchweg höhere Zinsen auf Tagesgeldkonten als die lokalen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Diese Diskrepanz könnte Kunden veranlassen, über einen Wechsel nachzudenken.
Doch für viele Kunden ist ein Wechsel keine Option, wie Oliver Maier, Geschäftsführer des Finanzbereichs bei Verivox, erklärt: „Sparkassen und Volksbanken sind in ihren Kommunen oft tief verwurzelt und haben einen besonders treuen und weniger preissensiblen Kundenstamm.“
Kundenbindung trotz unattraktiver Konditionen
Die starke lokale Verankerung der Sparkassen und Genossenschaftsbanken führt dazu, dass viele Kunden auch bei niedrigen Zinsen loyal bleiben. Diese Institutionen profitieren von einer langjährigen Beziehung zu ihren Kunden, die oft über Generationen hinweg besteht.

