Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) hat am Montag in Bozen auf Empfehlung des Wassernotstandskomitees ein Dekret mit Maßnahmen gegen die Wasserknappheit unterzeichnet.
Auslöser: Niedrige Pegel an der Etsch
Das Dekret trat am Tag der Unterzeichnung in Kraft und enthält eine Reihe von Beschränkungen für den Wasserverbrauch im ganzen Land. Wie die Landesregierung mitteilte, war die Etsch zuletzt im Unterlauf unter den Richtwert von 80 Kubikmetern pro Sekunde gefallen. Südtiroler Gemeinden waren bereits im Vorfeld in einem Online-Meeting über die geplanten Schritte informiert worden, wie es hieß.
Anlass für den Erlass waren vor allem aktuelle Daten rund um das Einzugsgebiet der Etsch. Der Fluss, der in Südtirol entspringt und südlich von Venedig in die Adria mündet, führte in den vergangenen Tagen im Unterlauf den Richtwert von 80 Kubikmetern pro Sekunde, wie die Behörden registrierten. Bei weiter sinkendem Wasservolumen steige zudem das Risiko, dass Salzwasser von der Mündung her in die Etsch eindringt. "Dadurch wären wiederum die Trinkwasserressourcen gefährdet", hieß es seitens des Landes.
