Stromausfall in Haßloch betrifft Haushalte, Telefon und Mobilfunk – Feuer auf Mosel-Passagierschiff gelöscht
Mainz, 25. Juni 2026
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Kurzfassung
In Haßloch im Kreis Bad Dürkheim ist am Morgen die Stromversorgung zusammengebrochen. Betroffen waren auch Festnetz und Mobilfunk, die Feuerwehr meldet jedoch, dass der größte Teil der Haushalte wieder am Netz ist. Zeitgleich lief am Vortag der Einsatz an der Schleuse St. Aldegund, wo ein Feuer auf einem Passagierschiff auf der Mosel ausgebrochen war.
In Haßloch im Kreis Bad Dürkheim ist am Morgen die Stromversorgung zusammengebrochen, wobei auch Festnetztelefonie und Mobilfunk ausfielen; die Feuerwehr teilte im Laufe des Vormittags mit, dass der größte Teil der Haushalte wieder am Netz sei und Telefonieren für die meisten wieder möglich sei.
Stromausfall in Haßloch
Wie die Feuerwehr am Vormittag berichtete, sind nach dem Stromausfall in Haßloch die meisten Haushalte wieder am Stromnetz. Auch das Telefonieren sei für die meisten wieder möglich, hieß es weiter. Die Ursache des Ausfalls am Morgen war zunächst unklar; Versorgungsunterbrechungen betrafen zeitweise Strom, Festnetz und mobile Kommunikation gleichermaßen, was die Erreichbarkeit von Rettungsdiensten, Angehörigen und Nachbarn vorübergehend einschränkte.
Für Rückfragen richtete die Einsatzleitung eine telefonische Anlaufstelle ein. Bei Rückfragen gilt folgende Telefonnummer: 06324925310. Damit konnten sich Betroffene direkt über den Stand der Wiederversorgung und mögliche weitere Beeinträchtigungen informieren. Solche Hotlines werden bei flächendeckenden Ausfällen üblicherweise eingerichtet, um die Leitungen von Polizei und Rettungsdienst zu entlasten.
Parallel zur technischen Störung lief die Versorgung an festen Betreuungspunkten weiter. Hilfe bekommt ihr an folgenden Betreuungsstützpunkten: Feuerwehr-Gerätehaus Haßloch, Ernst-Reuter-Schule, REWE-Parkplatz. An diesen Orten konnten sich Menschen aufhalten, deren Wohnungen ohne Strom waren, etwa um sich aufzuwärmen, Geräte aufzuladen oder Wasser abzuholen – ein Vorgehen, das die Einsatzkräfte in solchen Lagen standardmäßig vorbereiten.
Feuer auf Passagierschiff an der Mosel
Am Vortag hatte zudem ein Einsatz auf der Mosel die Einsatzkräfte in Atem gehalten. In einem Passagierschiff auf der Mosel ist gestern Abend ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff lag am späten Abend an der Schleuse St. Aldegund, wo Feuerwehr und Rettungsdienste im Einsatz waren. Wie die Polizei in Zell dem SWR mitteilte, entstand das Feuer in einem Schrank im Technikraum. Der Sachschaden belaufe sich auf 10.000 Euro.
Nach bisherigen Informationen der Polizei konnten die 237 Passagiere das Schiff unverletzt verlassen. Damit war der Brand zwar ein schwerwiegendes Ereignis, die Evakuierung verlief nach bisherigen Erkenntnissen jedoch ohne Verletzte. Die Ursache des technischen Defekts im Schrank des Technikraums wird noch ermittelt.
Der Stromausfall in Haßloch reiht sich in eine Phase hoher Belastung für die regionale Infrastruktur ein. Erst am Vortag waren Rettungskräfte an der Mosel im Dauereinsatz, nun folgte mit der Versorgungsstörung im Kreis Bad Dürkheim ein weiterer Vorfall, der die Bedeutung robuster Notfallpläne unterstrich. Die zügige Wiederversorgung deutet darauf hin, dass Netzbetreiber und Feuerwehr koordiniert arbeiteten.
Während sich die Lage in Haßloch am Vormittag entspannte, hält die Diskussion über die Gefahren des Badens im Rhein an. Bei hochsommerlichen Temperaturen zieht es derzeit viele ans Wasser. Am Montag bargen Einsatzkräfte drei Leichen aus dem Wasser. Nach Badeunfällen im Rhein sind in Hessen die Leichen von drei vermissten Männern gefunden worden, wie das Polizeipräsidium in Darmstadt am Dienstag mitteilte.
Drei Tote nach Badeunfällen im Rhein
Die Opfer sind nach Behördenangaben 23, 27 und 50 Jahre alt. Sie waren seit Samstag vermisst worden, nachdem sie im Bereich Biblis (Kreis Bergstraße) im Rhein gebadet hatten. Feuerwehren, Rettungsdienste und Helfer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) suchten zunächst ohne Erfolg nach den Vermissten. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.
Angehörige des 50-Jährigen hatten am Samstagabend die Polizei gerufen, weil der Mann nach dem Schwimmen anders als sonst nicht nach einer Stunde heimgekehrt war. Die Suche blieb jedoch erfolglos. Noch während die Wasserschutzpolizei nach dem 50-Jährigen Ausschau hielt, machten Passanten die Besatzung des Bootes vom Ufer aus auf einen zweiten mutmaßlichen Badeunfall aufmerksam.
In unmittelbarer Nähe seien zwei weitere Männer im Rhein untergegangen. Die Polizei teilte dazu mit, dass es sich um zwei 23- und 27-jährige Nichtschwimmer handele. Auch die Suche nach ihnen blieb erfolglos. Einsatzkräfte suchten die Stelle am Rhein mit einem Boot und per Hubschrauber ab.
Die Bilanz verdeutlicht die besondere Gefährdungslage des Rheins. Der Rhein zählt wegen seiner tückischen Strömungsverhältnisse zu den gefährlichsten Flüssen Deutschlands. Obwohl die Wasseroberfläche oft ruhig wirkt, fließt er mit einer enormen Geschwindigkeit, die selbst geübte Schwimmer schnell überfordern kann. Hinzu kommen unsichtbare Unterströmungen und Wirbel, die Menschen unter Wasser ziehen können.
Warum der Rhein als besonders gefährlich gilt
Auch der Schiffsverkehr trägt zur Gefahr bei. Als eine der meistbefahrenen Binnenwasserstraßen Europas passieren täglich zahlreiche Fracht- und Passagierschiffe den Fluss. Diese erzeugen starke Sogwirkungen und Heckwellen, die badende Personen in gefährliche Situationen bringen können – und das oft ohne jede Vorwarnung. Außerdem erkennen Schiffsführer Schwimmer im Wasser häufig zu spät oder gar nicht, was das Unfallrisiko erhöht.
Das trübe Wasser erschwert zudem jede Orientierung unterhalb der Oberfläche und macht Rettungsaktionen schwierig und zeitaufwendig. Vor diesem Hintergrund haben Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg das Baden im Rhein mittlerweile verboten, während andernorts Verbote nur in Teilbereichen gelten oder auf Hinweisschilder reduziert sind.
Die jüngsten Todesfälle fügen sich in eine besorgniserregende Statistik ein. 2024 waren es demnach zwölf, wie die DLRG für Hessen mitteilte. In Hessen kamen im vergangenen Jahr 19 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, wie die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) angab. In den vergangenen Tagen starben bereits mehrere Menschen beim Baden und Schwimmen. Ermittlungen ergaben, dass es sich um die zuvor als vermisst gemeldeten Männer handelt.
Statistik und aktuelle Wetterlage
Am Montagvormittag seien die Leichen der drei Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren im Kreis Groß-Gerau gefunden worden. Die Polizei bestätigte am Abend, dass die Leichen der drei Vermissten gefunden wurden. teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Fall hat in der Region eine Debatte über Aufklärung, Rettungsinfrastruktur und konsequentere Verbote neu entfacht.
Der Blick auf die Sicherheitslage in Städten wie Kaiserslautern verschärft die Stimmung zusätzlich. Bei einer Diskussionsrunde des Formats SWR Aktuell 360 Grad wurden Ergebnisse einer neuen Sicherheitsstudie des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) bekannt. Fast alle in Kaiserslautern fühlen sich demnach nachts unsicher. Im PopUp Studio in der Innenstadt von Kaiserslautern sprach Bürgermeister Manfred Schulz (CDU) von alarmierenden Zahlen und sieht akuten Handlungsbedarf.
Sicherheitsdebatte in Kaiserslautern
Der Wetterbericht für den Berichtstag lässt keine Entspannung erwarten. Heute scheint die Sonne wieder von früh bis spät, ab und zu ziehen mal dünne Wolken durch. Es wird heiß, bei Höchstwerten von 31 bis 37 Grad. Damit bleibt die Anziehungskraft offener Gewässer hoch – und damit auch das Risiko weiterer Unfälle, sollten Badende die Warnungen vor Strömungen, Sogwirkungen und Schiffsverkehr nicht beachten.
Fragen & Antworten
Was ist über den Stromausfall in Haßloch bekannt?
Im Kreis Bad Dürkheim brach am Morgen die Stromversorgung zusammen, wodurch auch Festnetz und Mobilfunk ausfielen. Laut Feuerwehr ist der größte Teil der Haushalte inzwischen wieder am Netz, und Telefonieren ist für die meisten wieder möglich.
Was geschah mit dem Passagierschiff auf der Mosel?
In einem Passagierschiff auf der Mosel brach am Vorabend ein Feuer im Technikraum aus, das laut Polizei Zell von einem Schrank ausging. Alle 237 Passagiere konnten das Schiff unverletzt verlassen, der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.
Warum gelten Badeunfälle im Rhein aktuell als so gefährlich?
Der Rhein hat tückische Strömungen, unsichtbare Unterströmungen und Wirbel, dazu kommen Sogwirkungen und Heckwellen durch den dichten Schiffsverkehr. Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg haben das Baden im Rhein deshalb verboten.
Stromausfall Haßloch: Feuerwehr gibt Entwarnung – aktuelle | nachrichten360