Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist am Sonntag nach rund zehnmonatiger Generalsanierung wieder in Betrieb gegangen, rund sechs Wochen später als ursprünglich vorgesehen.

Erster Zug startet mit kleiner Verspätung

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, rollten am Sonntagmorgen die ersten Fernverkehrszüge zwischen den beiden Metropolen. „Die Strecke ist wieder freigegeben, zwischen Hamburg und Berlin rollen die ersten Züge. Schon gestern Abend starteten Züge des Güterverkehrs auf der frisch sanierten Strecke“, erklärte ein Bahnsprecher. Bereits am Vorabend hatten demnach Güterzüge die erneuerte Trasse genutzt.

Den Auftakt im Personenfernverkehr bildete ein ICE, der laut Deutscher Bahn um 5.36 Uhr mit kleiner Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof Richtung Berlin abfuhr. Seit Sonntag fahren die Züge auf der Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten wieder im Halbstundentakt. Auch die IC-Verbindungen an die Ostsee sind zurück.

Umfang der Sanierung: 165 Kilometer Gleise und 249 Weichen

Die Bauarbeiten auf der rund 280 Kilometer langen Strecke hatten am 1. August 2025 begonnen. Im Zuge der Generalsanierung wurden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Bahnhöfe und Brücken erneuert. Nach Angaben der Bahn wurden 165 Kilometer Gleise und 249 Weichen neu verbaut, weitere 61 Kilometer Gleise instand gesetzt. Außerdem wurden 28 Stationen modernisiert – dort wurden unter anderem Toiletten und Wetterschutzanlagen renoviert, Fahrradständer gebaut und Bahnsteige für längere Züge verlängert.