Der österreichische Ryder-Cup-Sieger Sepp Straka ist am Mittwoch mit einer 67er-Runde in die Austrian Alpine Open in Kitzbühel gestartet.
Früher Start und ein Missgeschick
Der 33-jährige Wiener, aktuell die Nummer 18 der Welt, war bereits um 7.50 Uhr als erster der 14 ÖGV-Golfer auf dem Par-70-Kurs am Schwarzsee-Reith an der Reihe. Er bildete einen Flight mit dem deutschen Vorjahressieger Nicolai von Dellingshausen und dem Südafrikaner Casey Jarvis.
Strakas zweiter Schlag der Runde landete im Wasser, doch danach vermied er weitere Bogeys. „Mit dem Score bin ich ganz zufrieden. Aber hoffentlich kann ich es mir in den nächsten Tagen leichter machen“, sagte der zweifache Ryder-Cup-Gewinner nach seiner Runde.
Die frühe Führung übernahm der 26-jährige Maximilian Steinlechner aus Innsbruck. Mit einer 65er-Runde, also fünf unter Par, setzte er sich an die Spitze des Feldes. Steinlechner startete mit drei frühen Birdies, musste aber im weiteren Verlauf ein Bogey und ein Doppel-Bogey hinnehmen.
Prominente Unterstützung am Platz
Das Turnier lockt rund 40.000 Fans nach Kitzbühel. Neben Straka zählt auch Bernd Wiesberger zu den heimischen Zugpferden. Unter den Zuschauern befanden sich am ersten Tag prominente Wintersportler: Snowboarder Jakob Dusek, die Rennrodler Jonas Müller und Thomas Steu sowie Ski-Olympiasieger Leonhard Stock verfolgten Strakas Runde.
Straka zeigte sich beeindruckt von der Kulisse. „Es war ein super Support, das hat mir wahrscheinlich am Anfang auch ein bisschen geholfen“, sagte er. Der Wiener hat in seiner Karriere bereits mehr als 32,5 Millionen Dollar an Preisgeldern eingespielt und kann vier Turniersiege auf der PGA-Tour vorweisen.
In diesem Jahr wurde er beim AT&T Pebble Beach Pro-Am Zweiter und kassierte dafür mehr als 1,5 Millionen Euro Preisgeld. In Kitzbühel steht er nun erstmals im Mittelpunkt eines Heimturniers. „Das wird schon etwas Neues für mich sein. So im Mittelpunkt bin ich noch nie gestanden“, sagte Straka.
Preisgeld und Ticketpreise
Das Turnier ist mit 2,75 Millionen Dollar dotiert, umgerechnet rund 2,36 Millionen Euro. Der Sieger erhält 400.000 Euro, für den 25. Platz werden noch knapp 24.000 Euro ausgeschüttet. Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 39 Euro, am Samstag und Sonntag 59 Euro. Der Turnierpass ist für 135 Euro erhältlich, eine VIP-Tageskarte kostet 780 Euro.
Eine besondere Herausforderung des Platzes ist Loch 7, das als Signature Hole gilt und in Anlehnung an die berühmte Skiabfahrt den Namen „Mausefalle“ trägt. Auf diesem Par 3 müssen die Golfer über eine kleine Schlucht schlagen. Auch die Löcher 6 und 10 stellen große Anforderungen an die Spieler.
Die „Mausefalle“ als besondere Prüfung
Straka äußerte sich respektvoll über die Streif. „Es ist so steil hier. Es war ziemlich gut, den Ball fliegen zu sehen“, sagte er. Er selbst könne zwar Ski fahren, tue das wegen des Verletzungsrisikos allerdings nur selten. „Ich war noch nie in Kitzbühel“, fügte er hinzu.
Für das Turnier wurde eigens eine Tribüne für 1.500 Personen am Grün errichtet. Die Veranstalter erwarten an den kommenden Tagen weiteren großen Zuspruch, wenn die Entscheidung im Kampf um den Titel fällt.
