Die Stiegl-Brauerei plant, den Güterverkehr auf der 3,4 Kilometer langen Stieglbahn in der Stadt Salzburg bis Ende des Jahres einzustellen, was die Zukunft der seit 1919 bestehenden Strecke infrage stellt.
Hintergrund: Eine über hundertjährige Strecke
Die Stiegl-Brauerei begründet den Schritt mit niedrigeren Kosten, mehr Flexibilität und höherer Planungssicherheit beim Wechsel von der Schiene auf die Straße. Das Unternehmen äußerte sich nicht dazu, was künftig mit der Strecke geschehen soll. Die Stieglbahn wurde vor allem für die Anlieferung von Braumalz in die Brauerei genutzt.
Seit 2020 betreibt die Salzburger Eisenbahn Transportlogistik (SETG) den Verkehr auf der Stieglbahn. Das Unternehmen fuhr nach eigenen Angaben zuletzt drei bis fünf Waggons pro Woche, was rund 40 Lkw-Fahrten entspricht. Zweiter Kunde auf der Strecke ist laut SETG das Altpapier-Recyclingunternehmen Papyrus, das jährlich 80 bis 100 Waggons über die Stieglbahn abwickelt.
