Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag in Berlin klargestellt, dass eingebürgerte Bürgerinnen und Bürger keine Bürger zweiter Klasse sein dürften und jeder Versuch, Staatsbürgerrechte nach Gruppenzugehörigkeit zu staffeln, die Verfassung angreife.
Hintergrund der Rede
In einer Rede vor Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur formulierte Steinmeier eine deutliche Warnung an jene, die das Deutschsein hierarchisch abstufen wollen. Die Verfassung gelte für alle gleich, betonte er, und niemand dürfe zwischen vermeintlich „echten" und „unechten" Deutschen unterscheiden. Sein Appell richtete sich erkennbar gegen populistische Strömungen, die mit Blick auf Migration und Einbürgerung eine Spaltung der Gesellschaft betreiben.
