Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Auftakt der Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz vor einem „Zeitgeist der Brutalität und Rücksichtslosigkeit“ in der internationalen Politik gewarnt und eine Stärkung der regelbasierten Weltordnung gefordert.

Warnung vor wachsender Konfrontation

Bei der Eröffnung der dritten Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz (HSC) am Montag zeichnete Steinmeier ein düsteres Bild der weltpolitischen Lage. „Ein Zeitgeist der Brutalität und Rücksichtslosigkeit weht durch die internationale Politik“, sagte er. Rohes Machtstreben, Nullsummendenken und Konfrontation verdrängten zunehmend die Pfeiler einer kooperativen und regelbasierten Ordnung. Steinmeier sprach in diesem Zusammenhang von einer „neuen Weltunordnung“, der nur durch mehr internationale Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen begegnet werden könne.