Spanien zieht ins WM-Finale ein und schlägt Frankreich 2:0
Dallas, 15. Juli 2026
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Kurzfassung
Spanien hat im Halbfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in Dallas Frankreich mit 2:0 besiegt und ist damit ins Endspiel eingezogen. Die Tore erzielten Mikel Oyarzabal per Elfmeter und Pedro Porro, während Trainer Didier Deschamps den Schiedsrichter kritisierte und FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina entschieden widersprach.
Spanien hat am Dienstag in Dallas das Halbfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Frankreich mit 2:0 gewonnen und trifft im Endspiel am Sonntag in East Rutherford auf den Sieger des anderen Halbfinals.
Spielverlauf und Tore
Vor 70.176 Zuschauerinnen und Zuschauern in Dallas entschieden die Spanierinnen und Spanier das Halbfinale gegen den zweimaligen Weltmeister Frankreich klar für sich. Mikel Oyarzabal brachte die iberische Mannschaft in der 22. Minute per Elfmeter in Führung, Pedro Porro erhöhte in der 58. Minute auf 2:0. Die Spanierinnen und Spanier verteidigten anschließend konsequent und ließen über die gesamte Spielzeit keinen Gegentreffer zu. Damit hat Spanien im bisherigen Turnierverlauf erst ein einziges Gegentor kassiert.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps zeigte sich nach der Partie unzufrieden – nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichters. Gegenüber der Presse fragte er: "Glauben Sie, dass der Schiedsrichter gut genug war, um ein Halbfinale zu leiten?" und meinte zudem, manche Entscheidungen seien "fragwürdig" gewesen. Schiedsrichter der Begegnung war Ivan Barton aus El Salvador, der in der ersten Hälfte einen Elfmeter für Spanien gab, den Oyarzabal sicher verwandelte.
Schiedsrichterdebatte nach dem Spiel
Die Reaktion des Weltverbands ließ nicht lange auf sich warten. Pierluigi Collina, italienischer Schiedsrichterchef der FIFA und ehemaliger Spitzenschiedsrichter, wies die Kritik entschieden zurück: "Unsere Schiedsrichter sind Weltklasse." Und weiter: "Als Reaktion auf die Äußerungen von Didier Deschamps, der infrage gestellt hat, ob unser Schiedsrichter das Niveau hatte, das Halbfinale zu leiten, ist die Antwort der FIFA eindeutig: 'Ja, definitiv.'" Gelbe Karten sahen auf französischer Seite Rabiot und Kylian Mbappé, auf spanischer Seite Marc Cucurella.
Trotz der Niederlage würdigte Deschamps die Leistung des Gegners: "Spanien hat gut verteidigt." Gleichzeitig verwies er auf eigene technische Fehler und betonte, er sei "sehr stolz auf alles, was wir mit der Nationalmannschaft erreicht haben". Diese Partie sei "nicht so ein Moment" für ihn – eine Anspielung auf das bevorstehende Ende seiner Amtszeit, die seit 2012 andauert. Der Franzose gilt als Weltmeistertrainer und hatte mit der "Équipe Tricolore" 2018 den Titel geholt und 2022 das Finale erreicht. Im Turnier war Frankreich bis zum Halbfinale ohne Gegentor geblieben und hatte in den vorangegangenen sechs WM-Partien 16 Tore erzielt.
Analyse: Warum Spanien als Mannschaft überzeugt
Marc Janko, Fußball-Experte bei ServusTV und ehemaliger österreichischer Nationalspieler mit 70 Länderspielen, analysierte die Partie für die Tageszeitung KURIER. Er gratulierte Spanien mit den Worten: "Deswegen herzlichen Glückwunsch zum Weltmeistertitel." Vor dem Spiel habe er zwar auf Frankreich getippt, weil er "von der hohen Qualität ihrer Einzelspieler überzeugt" gewesen sei. Doch mittlerweile sehe er das anders: "Spanien ist das wohl beste Team der Welt – mit Betonung auf 'Team'." Er glaube zwar weiterhin, dass Frankreich "auf fast jeder Position besser besetzt" sei, doch als Mannschaft sei Spanien nicht zu schlagen: "Denn wer soll diese Mannschaft schlagen?"
Janko führte weiter aus, warum die Spanierinnen und Spanier als Kollektiv so überzeugen. Jede spanische Spielerin und jeder spanische Spieler habe "mit dem Ball am Fuß fast immer, aufgrund der perfekten Positionierung, zumindest zwei Anspielstationen". Die Mannschaft spiele "schon längere Zeit so zusammen und hat definitiv Automatismen verinnerlicht". Auch die Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Talenten funktioniere: "Cubarsi mit seinen 19 Jahren spielt um nichts schlechter, es ist beeindruckend." Pep Guardiola, Startrainer von Manchester City, hatte nach Angaben Jankos bereits vor Monaten darauf hingewiesen, dass man bei dieser WM "wieder den wahren Rodri sehen wird" – eine Einschätzung, die sich im Turnier bestätigt habe.
Janko bezeichnete Rodri als "Taktgeber, das Herz der Mannschaft" und nannte Dani Olmo den "hidden hero" dieses Turniers. Olmo spiele "eine extrem starke WM. Seine Ballannahmen, Mitnahmen, sein Passspiel, alles extrem elegant und effizient". Auch Mikel Oyarzabal lobte er ausdrücklich: "Mit Mikel Oyarzabal haben sie vorne einen drinnen, der sich wohl nie verdächtig machen wird, bei den ganz großen Klubs dieser Welt aufzuschlagen – und dennoch liefert er weltmeisterlich." In der Defensive überzeuge Aymeric Laporte, "der vorzeigt, dass man auch Körperlichkeit mitbringen" könne. Das "Wir-Gefühl" der Mannschaft sei vor allem dem Trainer zuzuschreiben: "Spanien hat Superstars, eine Geschlossenheit und ein Wir-Gefühl, das mit Trainer Luis De la Fuente wieder Einzug gefunden hat."
Ausblick: Finale und Spiel um Platz drei
Frankreichs Spielerinnen und Spieler räumten die Stärke des Gegners unumwunden ein. Maxence Lacroix, der in der 30. Minute für den verletzten William Saliba eingewechselt worden war, sagte: "Wir waren heute nicht auf unserem höchsten Level." Kylian Mbappé, der bei der WM in Nordamerika bereits acht Tore erzielt hat, erklärte: "Es ist ein Team, das es liebt, den Ball und das Spiel zu kontrollieren, und das haben wir ihnen erlaubt." Mbappé kündigte zudem an, im Spiel um Platz drei am Samstag um 23:00 Uhr (live auf ServusTV) in Miami einen würdigen Abschied für Deschamps und die Fans liefern zu wollen: "Weil er das verdient."
Das Endspiel findet am Sonntag um 21:00 Uhr in East Rutherford bei New York statt und wird in Deutschland von ZDF und MagentaTV übertragen, in Österreich live auf ORF1. Die spanische Mannschaft, die als amtierender Europameister angetreten war, geht nach diesem Halbfinale als Favorit ins Finale – und könnte nach 2010 erneut den WM-Titel holen. Berichten zufolge wird Zinedine Zidane Deschamps nach dessen Abschied als französischer Nationaltrainer nachfolgen.
Frankreichs Nationalteam muss sich nach dem Ausscheiden im Halbfinale mit dem Spiel um den dritten Platz begnügen. Deschamps hatte in seiner Amtszeit den WM-Titel 2018 in Russland gewonnen und 2022 in Katar das Finale erreicht. Das Turnier in Nordamerika endet für die "Équipe Tricolore" damit ohne erneuten Finaleinzug, aber mit der Möglichkeit, das Turnier mit einem dritten Platz und einem versöhnlichen Abschied für den langjährigen Erfolgstrainer abzuschließen.
Fragen & Antworten
Wie hat Spanien das Halbfinale gegen Frankreich gewonnen?
Spanien besiegte Frankreich im Halbfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 in Dallas mit 2:0. Die Tore erzielten Mikel Oyarzabal per Elfmeter in der 22. Minute und Pedro Porro in der 58. Minute.
Warum kritisierte Didier Deschamps den Schiedsrichter?
Didier Deschamps stellte nach der Partie infrage, ob Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador das Niveau hatte, ein WM-Halbfinale zu leiten, und bezeichnete einige Entscheidungen als "fragwürdig". FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina wies diese Kritik entschieden zurück.
Wer folgt auf Didier Deschamps als französischer Nationaltrainer?
Berichten zufolge wird Zinedine Zidane Didier Deschamps nach dessen Abschied als Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft nachfolgen. Deschamps betreut die "Équipe Tricolore" seit 2012.
Spanien schlägt Frankreich 2:0 und steht im WM-Finale 2026 | nachrichten360